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Monatsarchiv für Januar 2015

26. Januar 2015 00:33:20

… ein Klangkörper: Monsterfrau und Fritz Bornstück in der Zwitschermaschine

Die Performer bauen auf …

MF: Schickst du was?
FB: Ja permanent ungefähr 6 Dezibel
MF: Ja schön – jetzt …
FB: Was? ich kann dich nicht verstehen.

Nein, währenddessen miteinander sprechen geht nicht. Zu laut. Oder zumindest laut genug für eine andere Art der Kommunikation: Die eine – Monsterfrau alias Lena Wicke-Aengenheyster – spricht mit dem Körper, der andere – Fritz Bornstück – mit ein paar kleinen Potentiometern. Gemeinsam am Jammen. Zum ersten Mal seit sie keine Kinder mehr sind.

Mit dem Körper im Raum auf den Klang einwirken, den Körper dem Klang aussetzen, im Körper nach Resonanzen suchen, nachspüren und diese wieder in Bewegung fließen lassen. Dabei geben einige Sensoren Koordinaten und Bewegungsimpulse als Signale in einen mehr oder weniger steuerbaren elektronischen Aufbau, der fiepend, kratzend, blubbernd Töne produziert. Die getanzte Interaktion mit der Technik ist nicht direkt wie das Spielen eines Instruments zu verstehen, sondern eher wie ein verzweifelter Versuch dem Körperlichen durch die technischen Fortsätze eine weitere Ausdruckssphäre zu geben, die über Sprache und Gesang hinausgeht. Der verbogene Körper und der verzerrte Ton. Beides wirkt gegenseitig aufeinander ein. Stimme, Signal, Interferenz, Modulation, Effekt. Mal mit Beat und dem Gestus des DJs der seine Tänzerin in Bewegung bringt, mal die Sängerin die sich selbst experimentell (aus)steuert. Natürlich spielt Monsterfrau mit der stereotypen Körperlichkeit der Frau in der Pop-Musik: Der Spaß am Sich-Produzieren, an der sexualisierten Verrenkung, vom körperlichen Blödsinn, über die Bewegungszeichen-Kommunikation mit Außerirdischen bis zu einer Art Tempeltanz zur Huldigung des Lärms. Und nebenbei entsteht so was wie Musik.

Miterlebt: 25.1.2015 – Zwitschermaschine, Potsdamer Str. 161, 10783 Berlin

 
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15. Januar 2015 11:32:03

…düster: unsere Zukunft

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Gestern Abend im Ersten der Thriller Tag der Wahrheit: Florian Lukas als verbitterter Vater einer an Leukämie verstorbenen Tochter dringt in das Kernkraftwerk Haut-Rhin – also Fessenheim bei Colmar im Elsass – ein, verschanzt sich dort, platziert Bomben und fordert ein öffentliches Statement des französischen Ministers und der AKW-Betreiberfirma zu vertuschten Störfällen. Routiniert inszeniert, Gut und Böse klar geschieden, sehr gute Schauspielerarbeit, mäßig spannend, da wir ja wissen, wo´s hinläuft … ähmm, Moment …. Am Ende geht das AKW hoch, jedenfalls gerät alles außer Kontrolle, eine der Bomben explodiert, als die Polizei stürmt und um sich schießt, und bei der Flucht und Evakuierung aller Beteiligten friert das Bild ein: Wir dürfen also annehmen, dass es passiert ist…
Das hätte es vor Jahren noch nicht gegeben. Es wäre gut ausgegangen. Wir hätten uns darauf verlassen können, dass die Verantwortlichen die Sache hinkriegen und dass die Künstler – Filmemacher in diesem Fall – hier zwar warnend den Finger heben und kritisch aufzeigen, wo´s im Argen liegt, aber es wäre gut ausgegangen. Jetzt nicht mehr. Auch in Hollywood geht es nicht mehr immer gut aus, dort hat man ja bereits – sehr beunruhigend – den Planeten Erde aufgegeben (Interstellar) und kaum ein Science-Fiction-Film von The Road bis zu The Surrogates, Hell oder Oblivion zeichnet noch ein positives Bild der Zukunft – die als Untergangszenario im Übrigen nicht mehr im tiefen Futur sondern irgendwo direkt hinter 2050 angesiedelt ist, in Reichweite unserer Kinder also.
Was ist aus der Zukunft geworden?

 
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