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18. Mai 2017 15:43:09

… beiläufig erschlendert

Was macht er da, der Jürgen? Er knipst. Nun, natürlich knipst Juergen Teller nicht, es handelt sich um die hohe Kunst der Fotografie, und dahinter steckt ein Konzept; aber von der geleckten und gelackten Fotografie, vom Kommerz und den „Fotostrecken“ kommend führt er das Gewerbe und seine Kunst an den Rand dessen, was alle machen – an die Familienbilder, die Naturaufnahmen, die Urlaubsfotos und auch an jenen Wust von Abfallfotos, der vor der Digitalisierung noch zu kuriosen Sammlungen voller Papierrechtecke führte, die man nicht wegwerfen wollte, obwohl sie klarer Ausschuss waren: Onkel Karl hat grade die Hand vorm Gesicht, der Hase is leider schon halb ausm Bild gehüpft, das neue Auto ist verwackelt.

Solcherart Geknipstes – die Ausstellungsmacher nennen es „eine gewisse Beiläufigkeit“ – hängt Juergen Teller zwischen seine klassischen Promifotos und eine Handvoll brillanter Riesenformate – der Urwald: WOW!!! – und legt noch ein paar Frühstücksteller mit aufgedruckten Porträts von Elton John, Tom Cruise oder Mama in Vitrinen dazu. Die gewisse Beiläufigkeit zeigt sich sogar bei der lässigen Hängung. Eigentlich will die Ausstellung, ehrlich gesagt, woanders sein.  Schlendernd erfassen ist die richtige Haltung dazu.

Martin-Gropius-Bau: Juergen Teller. Enjoy Your Life! bis 3. Juli

 

 

Kategorie:

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Text ohne Takt
von Joachim A. Buroh

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