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Archiv der Kategorie ‘Berliner Bezirke‘

21. April 2017 09:55:52

… Happy Birthday, Iggy

Am 29. November 1979 spielte er im Old Waldorf, einem kleinen Rockclub in San Francisco. Es war unfassbar laut und lärmend, er war das Wildeste, was ich auf einer Bühne je gesehen hatte, und auch später habe ich keinen mehr erlebt, der soviel Energie aus seinem Körper holte und in den Saal pumpte. Jahre später sagte er, die Freejazzer hätten ihn immer beeindruckt, und er habe versucht, mit seinem Körper das zu tun, was diese Leute mit ihren Instrumenten machten. Von Jim Jarmusch gibt es jetzt einen Dokumentarfilm darüber.

Das hier – man spielt bei dem Fernseh-Auftritt die Studioaufnahme, zu finden auf „Lust for Life“, und am Ende macht er den „Playback“-Blödsinn nicht mehr mit – das hatte er zwei Jahre zuvor in Berlin aufgenommen, als er mit David Bowie, der im Hintergrund singt, in der Schöneberger Hauptstrasse wohnte.  Heute wird Iggy Pop 70!

 
 

 

18. April 2017 08:40:35

… auch ewig treu

 
 

 

12. April 2017 10:53:25

… oder die Zeiten überschneiden sich

wie in der Kreuzberger Körtestrasse.

 
 

 

7. April 2017 11:50:38

…. auch schon da: die Japanerin

die Kerrie, Migrantin aus Japan – man hat ihr Deutschland den Namen Ranunkelstrauch verpasst, iiihhh.

 
 

 

2. April 2017 10:51:38

… sie natürlich, strahlend wie immer

Forsythia, die gelbe Königin des Frühlings

 
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30. März 2017 13:35:19

… während anderes vergeht

 
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28. März 2017 10:06:25

…und mehr davon

 
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26. März 2017 11:20:24

…Es geht voran.

 
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2. Januar 2017 21:03:32

… intra-national: Ästhetik der Opfersolidarisierung

In den Nachrichten und in Facebook oder anderen Sozialen Medien werden nach jedem fürchterlichen terroristischen Anschlag irgendwo in der Welt Bilder der Wahrzeichen der Hauptstädte gezeigt und geteilt, die mit Nationalsymbolen beleuchtet werden. Nach dem Anschlag in Nizza erscheint das Brandenburger Tor in der französischen Trikolore, jetzt nach dem Anschlag in Istanbul, wird die türkische Fahne unter die goldene Quadriga gestrahlt. Ebenso verfährt Paris mit dem Eifelturm und London mit der Tower Bridge.

Ich verstehe natürlich den Impuls zur Solidarisierung mit den Opfern von Terrorakten und begrüße das selbstverständlich und bin auch gewillt, darin eine Äußerung des empathischen Humanismus zu sehen. Aber warum werden dazu weltweit die Nationalsymbole der Staaten/Länder benutzt, in denen die Anschläge stattfinden?

Manchmal mag die Nationalsymbolik ja noch ganz gut funktionieren. Beispielsweise steht die französische Trikolore nach früheren anderen Farbsymbolik-Zuschreibungen heute als Symbol für die Revolution mit dem Leitspruch „Liberté, Égalité, Fraternité“, die immerhin im Zeichen grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung geführt wurde. Bei der türkischen Flagge, die in direkter Folge der Flagge des osmanischen Reichs Verwendung fand, kann über die moderne türkische Nationalhymne noch ein Bezug zur freiheitlichen Menschlichkeit hergestellt werden. Dort heißt es:
„O Halbmond, ewig sieggewohnt // Scheine uns freundlich // Und schenke Frieden uns und Glück, // Dem Heldenvolk, das dir sein Blut geweiht. // Wahre die Freiheit uns, für die wir glühn, // Höchstes Gut dem Volk, das sich einst selbst befreit.“

Aber dennoch möchte ich mir die Nationalsymbole nicht als Automatismus zur Soli-Bekundung aufdrängen und unterschieben lassen. Die Frage ist doch, warum sollten die Nationalstaaten als die Angegriffenen gelten, denen andere beistehen möchten? Die Symbolik legt jedenfalls nahe, dass Deutsche Türken beistehen, doch ist nicht vielmehr die liberal-freiheitliche Gesellschaft angegriffen, die eben gerade supra-national humanistische Standards setzt und international zusammenhalten muss gegen die Ideologie des fanatischen Hasses? Mir wäre lieber der Symbolgehalt würde transportieren, dass Berliner/innen, egal woher sie kommen, Menschen in Istanbul beistehen, egal woher diese kommen.

Mir ist bewusst, dass damit zu viel von einfacher Symbolik gefordert wird, aber wir müssen dennoch aufpassen, dass nicht die Nationalisten als legitimierte Gegner zum religiös-ideologisierten Terror angesehen werden. Wäre es so, hätten die Terroristen mal wieder erreicht, was sie wollen: Sie wollen Menschen spalten verunsichern und in Gruppen teilen, die sich alle gegenseitig hassen und bekriegen. Nationalismen wirken dabei wenig versöhnlich.

Dennoch: Ich gebe mir Mühe und ich versuche beim Gedanken an die Opfer nicht nationale Unterströmungen zu fühlen, sondern menschlich. Und ich erkenne, dass Berlin das eigene Stadtwahrzeichen türkisch kleidet, was zumindest ein eindeutiges Zeichen gegen die eigene Überhöhung des Wahrzeichens als deutsches Nationalismus spricht.

 
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13. November 2016 21:38:50

…gottseidank: Auch der Teufel nicht.

mephisto_wilson_2016

Vielleicht war es die erste Einlassung zum Thema auf einer Berliner Bühne, vielleicht nicht, als der Schauspieler Christopher Nell in seiner Rolle als Mephistopheles in Robert Wilsons Faust-Inszenierung am Berliner Ensemble am Sonntag in der Studierzimmer-Szene („Das also war des Pudels Kern!“) den Namen des frischgewählten US-Präsidenten unterbrachte: „Das Etwas, diese plumpe Welt / So viel als ich schon unternommen. / Ich wusste nicht ihr beizukommen / Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand – / Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!“ Aus Brand wurde Trump, der Reim war dahin, aber eines klar – noch nicht einmal wenn der Teufel sich seiner annimmt, wird er der Welt beikommen. Das ist tröstlich. Ob am Ende Meer und Land ruhig bleiben, hängt auch von anderen ab: Du musst dich um die Demokratie kümmern, sonst wird sie dich verlassen.

Im übrigen war es eine Freude, Robert Wilson wieder dabei zuzuschauen, wie er mit seinem Konzept der vollen Gleichwertigkeit aller Elemente – Licht, Ton, Text, Bühnenbild, Kostüme, Maske, Musik – immer erneut den Kampf aufnimmt gegen die gängige diktatorische Dominanz des Textes auf den Bühnen. Und auch mit diesem Faust I + II trägt er einen gloriosen Sieg davon. Möglicherweise ist diese stark durchironisierte Version jedoch der Abgesang einer Epoche; es scheint nämlich ernst zu werden, die ironische Haltung der vergangenen dreißig Jahre wird da nicht mehr die richtige sein.

 
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