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Archiv der Kategorie ‘Alltägliches‘

4. April 2017 10:36:08

… und anderes entzieht sich.

 
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Alltägliches

 

2. April 2017 10:51:38

… sie natürlich, strahlend wie immer

Forsythia, die gelbe Königin des Frühlings

 
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30. März 2017 13:35:19

… während anderes vergeht

 
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28. März 2017 10:06:25

…und mehr davon

 
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26. März 2017 11:20:24

…Es geht voran.

 
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23. März 2017 09:27:46

…Well done!

 
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13. November 2016 21:38:50

…gottseidank: Auch der Teufel nicht.

mephisto_wilson_2016

Vielleicht war es die erste Einlassung zum Thema auf einer Berliner Bühne, vielleicht nicht, als der Schauspieler Christopher Nell in seiner Rolle als Mephistopheles in Robert Wilsons Faust-Inszenierung am Berliner Ensemble am Sonntag in der Studierzimmer-Szene („Das also war des Pudels Kern!“) den Namen des frischgewählten US-Präsidenten unterbrachte: „Das Etwas, diese plumpe Welt / So viel als ich schon unternommen. / Ich wusste nicht ihr beizukommen / Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand – / Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!“ Aus Brand wurde Trump, der Reim war dahin, aber eines klar – noch nicht einmal wenn der Teufel sich seiner annimmt, wird er der Welt beikommen. Das ist tröstlich. Ob am Ende Meer und Land ruhig bleiben, hängt auch von anderen ab: Du musst dich um die Demokratie kümmern, sonst wird sie dich verlassen.

Im übrigen war es eine Freude, Robert Wilson wieder dabei zuzuschauen, wie er mit seinem Konzept der vollen Gleichwertigkeit aller Elemente – Licht, Ton, Text, Bühnenbild, Kostüme, Maske, Musik – immer erneut den Kampf aufnimmt gegen die gängige diktatorische Dominanz des Textes auf den Bühnen. Und auch mit diesem Faust I + II trägt er einen gloriosen Sieg davon. Möglicherweise ist diese stark durchironisierte Version jedoch der Abgesang einer Epoche; es scheint nämlich ernst zu werden, die ironische Haltung der vergangenen dreißig Jahre wird da nicht mehr die richtige sein.

 
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5. September 2016 13:50:52

… ein Diagramm: Wie sind Nichtwähler*innen zu verstehen?

Wahlergebnis-MeckPomm-2016-mit-Nichtwaehlern

Wenn die „Nichtwähler*innen“ in den Grafiken zum Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern dargestellt würden, fielen die Analysen der Politprofis vielleicht etwas realistischer aus. Überall ist zu hören, dass „die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes“ kein „weiter so“ mehr wollten, weswegen sie ihren Unmut dadurch ausdrückten, dass sie die AfD wählten – nicht um deren Politikvorstellung zu unterstützen, sondern um den „etablierten Parteien“ einen Denkzettel zugeben.

Was für ein Quatsch: Mehr als 85 % der Menschen hatten kein Bedürfnis Rechtsextreme zu wählen. Sie wollten weder einen umständlichen Denkzettel verfassen, noch sonst wie ihre Dummheit ausstellen. Die allergrößte Gruppe scheint der Politik einfach keine Aufmerksamkeit zu schenken, was man eher mit einer generellen Zufriedenheit und nicht mit dem Gegenteil erklären kann. Umfragen, die repräsentativ alle Bürger*innen im Land erfassen – und nicht nur die, die zum Wählen gehen! – haben für MeckPomm bestätigt, dass eine übergroße Mehrheit mit der Entwicklung des Landes zufrieden ist. Diese Menschen sind zuversichtlich genug, sich einfach nicht um Politik zu kümmern.

Damit will ich auf keinen Fall das Problem kleinreden, dass immer mehr Menschen in Deutschland offen rechtsextreme Positionen vertreten, sondern deutlich machen, dass die üblich gewordene Verallgemeinerung „das Volk“ hätte die Politik generell abgewatscht, nicht zutrifft. 

Wir alle dürfen der sprachlichen Verzerrung der Fakten nicht auf den Leim gehen. Die Medien reden immer den Skandal und den Umbruch herbei – das war bei den Höchstergebnissen der Piraten nicht anders. Nur dass es bei den rechten Recken ungleich gefährlicher ist. Wenn es in zwei Wochen in Berlin ein Ergebnis zu beurteilen gibt, mögen wir daran denken …

Artikel dazu bei Die Welt lesen …

Um die Relationen zu wahren

Ungefähr zwei Promille der Deutschen haben in Mecklenburg-Vorpommern AfD gewählt. Das ist zwar nicht schön, aber es zeigt vor allem, dass nicht einmal im Ansatz das Gerede von „der Bevölkerung, die in großen Teilen gegen die praktizierte Flüchtlingspolitik aufgestanden ist“ gerechtfertigt ist.

MV-Wahlergebnis-2016

Also liebe Politstrategen: Ganz ruhig bleiben, schön auf dem Boden des Grundgesetzes bleiben und bestenfalls zum Wohle aller Menschen, die in Deutschland sind, weiterarbeiten!

 
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24. März 2016 12:33:48

….kühl: Roland Schimmelpfennigs erster Roman

Man sagt, es gebe außer historischen Krimis keine guten neuen Berlin-Romane. Hier ist einer: Roland Schimmelpfennigs „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ – ein Blitzlichtroman, der für einen kurzen Moment eine Luke aufmacht, durch die wir das Gewusel der großen Stadt sehen, bevor sie wieder zugleitet. Dahinter gehen, schlendern, laufen, schießen, stolpern vorbei: ein Junge und ein Mädchen auf der Flucht aus Brandenburg, Agnieszka und Tomasz aus Polen, Jacky und Charly aus dem Späti, die zornige Nadine, die Väter, die Mütter, und und und, allesamt Getriebene und Festgezurrte gleichermaßen, denn die Gegenwart pulsiert, während die Vergangenheit eine Last ist, von der sich niemand befreien kann. Nur der Wolf aus dem Osten schnürt frei.

<br />Der Zufall regiert, nur der Wille hat ihm etwas entgegenzusetzen. So ergeben sich Geschichten, wie sich in Schimmelpfennigs Stücken immer Geschichten erst langsam zusammenfügen, aus Hingetupftem, aus Begegnungen, aus dem Zusammenspiel von Zufall und Notwendigkeit, the possibilities are endless, wie Onkel Lou singt, hier herrscht die Demokratie der Möglichkeiten, bedroht nur – Schimmelpfennig ist nicht naiv – von Egoismus, Gier und den sozialen Fliehkräften. Der angemessene Stil ist ein kühler impressionistischer Realismus des Partikularen, seine Begleitmusik ein untergründiges Vibrieren. Man muss Geduld haben mit diesem Schreiben, es ist nicht hektisch, es gleitet, es liest Dinge auf unterwegs, es verharrt – nichts ist endgültig, panta rhei, jemand macht kurz das Licht an, wir werfen einen Blick, machen uns ein Bild, dann wird es erneut dunkel.

<br />Von Roland Schimmelpfennig waren in Berlin seit der Uraufführung von „Vor langer Zeit im Mai“ im Jahr 2000 an der Schaubühne zahlreiche Stücke zu sehen, zur Zeit hat das Deutsche Theater noch „Wintersonnenwende“ und „Idomeneus“ im Repertoire. (Foto: Heike Steinweg)

 
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23. Februar 2016 12:57:14

…immer noch da: Peter Handke

„Alles schon gesagt, bloß noch nicht von allen“, eine alte Weisheit, die man müde und ernüchtert aus vielen Elternabenden mitnimmt und die sicher auch gelten wird, so sollte man meinen, für ein spätes Bändchen über die Gruppe 47, und eigentlich auch bloß über eine der zwanzig Tagungen zwischen 1947 und 1967, die berühmteste allerdings, vor 50 Jahren, 1966 in den USA: Jörg Magenaus „Princeton 66 – Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47“ (Klett-Cotta, 223 S., €19,95). Von wegen, das Buch ist exzellent, weil Magenau das Fragliche perfekt auf den Punkt bringt, weil alle – auch und vor allen die Könige – ihr Fett wegkriegen, und weil es einen wundervoll feinen ironischen Ton hat.

<br />

Berühmt wurde die Tagung ja nicht, weil sie das einzige „Auswärtsspiel der deutschsprachigen Literatur“ blieb, sondern weil am abschließenden Sonntag dieser schüchterne Österreicher mit der „schmächtigen Statur eines Kleiderbügels“, Peter Handke, der zuvor schon aus seinem ersten Roman „Die Hornissen“ gelesen hatte, dieser Vierundzwanzigjährige, der die Alten bislang etwas enttäuscht hatte, weil man sich dieses neue kulturelle Ding, über das alle redeten und das er doch verkörperte, wie man gehört hatte, diesen „Pop“, etwas anders vorgestellt hatte, aufrührerischer, markanter, lebendiger, weil dieser Handke also am Sonntag nochmal aufstand und der Gruppe und gleich der ganzen deutschen Literatur schnell und zack die Leviten las: „Ich bemerke, dass in der gegenwärtigen deutschen Prosa eine Art Beschreibungsimpotenz vorherrscht“ – ein unglücklich gewählter Begriff, wenn man seine analytische Seite nimmt, denn Handke meinte eigentlich das Gegenteil: nicht dass keiner mehr beschreiben könne, sondern dass alle nur noch beschrieben! Perfekt gewählt allerdings dann doch, denn der schreibenden Elite (außer Böll, Walser und Koeppen waren alle da) mit dem Vorwurf der, räusper, Impotenz zu kommen, holla! – „Man sucht sein Heil in einer bloßen Beschreibung, was von Natur aus schon das Billigste ist, womit man überhaupt nur Literatur machen kann. Wenn man nichts mehr weiß, dann kann man immer noch Einzelheiten beschreiben.“ Und dann: „Es ist eine ganz, ganz unschöpferische Periode in der deutschen Literatur doch hier angebrochen.“ Vorne erstarrten Grass, Enzensberger, Weiss, Johnson, Lettau, Handkes späterer Erzfeind Reich-Ranicki, Jens, und wie sie alle hießen.

<br />

Was wollte der Schnösel eigentlich? Das sollte sich anderthalb Monate später in Frankfurt zeigen, als sein neues Stück „Publikumsbeschimpfung“ am 8. Juni im Theater am Turm Premiere hatte. Regie: Claus Peymann [hier eine Fernsehaufzeichnung der Inszenierung]. Da lag es dann auf der Hand: Er wollte eine „Hinwendung zur Sprache und ihren Bedingungen“, wollte „Ideologiekritik betreiben, lange bevor dies … zur Großdisziplin werden würde“, denn wie Handke selber gleich in der Zeitschrift konkret dazu schrieb, „Es wird vernachlässigt, wie sehr die Sprache manipulierbar ist, für alle gesellschaftlichen und individuellen Zwecke“.
Fünfzig Jahre später ist er immer noch da, Peter Handke, sein neuestes Stück „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“ hat am Samstag im Wiener Burgtheater Premiere; Regie: wieder Claus Peymann.
Und derzeit kann sich, wer will, an den Berliner Theatern sein eigenes Handke-Festival zusammenstellen: „Kaspar“, sein Spiel über die Zurichtung des Menschen per Sprache, hat das Berliner Ensemble im Repertoire, sein später Geniestreich „Immer noch Sturm“ ist immer mal wieder auf der Hinterbühne der Kammerspiele des Deutschen Theaters zu sehen, „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“ dann als Gastspiel im Mai am Berliner Ensemble. (Im Spielzeitheft 2015/16 des DT ist für den 24. März die Premiere einer Inszenierung der „Publikumsbeschimpfung“ in der Regie von Jette Steckel verzeichnet – auf der Homepage nicht mehr. Schade.)
Und vorher natürlich unbedingt Jörg Magenaus exzellentes Buch lesen!

 
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<br />

 
 

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