Lesezeichen setzen: RSS Feed abonnieren  Zu del.icio.us hinzufügen Zu Technorati Favoriten hinzufügen Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Monatsarchiv für September 2008

30. September 2008 17:57:53

… umgeformt: In jeder SPAM-Mail steckt ein Musical

Trotz der großen Medienkompetenz, die man sich selbst gerne zuschreibt, passiert es immer wieder Mal: Der Text einer durch den SPAM-Filter geglittenen SPAM-Mail fesselt einen für ein paar Momente, weil die Botschaft so dreist, abgedreht, verhexelt oder nicht mehr dechiffrierbar ist, dass man im Text eine künstlerische Qualität oder Absicht zu entdecken glaubt. Wie oft dachte ich schon, man sollte mal was draus machen? Nun endlich hat es ein internationales Team unter dem Namen „SPAM the musical“ gemacht. Sie sammelten die „schönsten“ SPAM-Mails und ließen sich von den Texten zu Revue-Nummern eines Web-Musicals anregen. So entstanden inzwischen drei bei Youtube gehostete Clips über drei klischeehafte SPAM-Botschaften: Der typische Hilfeschrei wurde zum Clip „The Dying Widow“, die Gewinnbenachrichtigung zu „The Lottery“ und das Sexpartnergesuch zu „The Lonley Girls“. Jeder Clip wird von einem zweiten Teil konterkarriert der in der Botschaft mündet: „Tell the world how fabulous and f***ed up, we are.“

Weil das Ganze als Kunst ist, wird es derzeit in der Galerie Wagner in der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain gezeigt und die Künstler verschicken selbst nun SPAM-Mails, um auf sich aufmerksam zu machen. So bekam ich eine Mail von „Vincent van Gogh“, der zum Abschluss des Textes mit den Worten „I wish I still had both ears to hear this stuff!“ zitiert wird. Ob ihm das geholfen hätte?

(Entweder JavaScript ist nicht aktiviert, oder Sie benutzen eine alte Version von Adobe Flash Player. Installieren Sie bitte den aktuellsten Flash Player. )

Noch bis 11.10.2008 in der Galerie Wagner, Karl-Marx-Allee 87, 10243 Berlin

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

25. September 2008 13:32:52

… turbulent: Mirandolina im Zelt des Deutschen Theaters

Mirandolina im Telt des DT

Schauspiel im Zelt des DT ist ein bisschen wie Sommertheater im Schlosshof. Man sitzt auf harten Bänken mit mäßiger Sicht, hört eine Menge Störgeräusche und hat Probleme mit der Akustik. Genau der richtige Ort für einen ordentlich krachenden Schwank und so ist „Mirandolina“ von Carlo Goldoni (geschrieben 1752) als Stück für diesen Ort gut gewählt.

Die schöne Wirtin Mirandolina (Konstanze Becker) beherbergt zwei Ehrenleute, die mit allerlei Aufmerksamkeiten die Zuneigung der jungen Frau gewinnen möchten. Der mit seinem neuereichen Geld und seinem gekauften Grafentitel protzende Parvenü Graf von Albafiorita (Stephan Grossmann) und sein zum unterlegenen Spielkameraden heruntergewirtschafteter, aber tatsächlich hochwohlgeborer Marquis von Forlipopoli (Jörg Gudzuhn) bilden den grotesken gesellschaftlichen Hintergrund der Geschichte im 18. Jahrhundert. Eine Ständegesellschaft, in der Titel viel und Geld noch mehr bedeuten, Stil und Form die Säulen der Ordnung bilden, wobei … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

24. September 2008 12:47:04

… es

gut machen
tut gut wenn es
gut gemacht ist es
gut wenn es
gut tut es
nicht besser
wird

 
 

Autor:

Joachim Buroh

Kategorie:

Text ohne Takt

 

10. September 2008 21:11:10

… irritiert: arte sucht den Super-Dramatiker mit Musik aus meiner Playlist

arte TV-Design

Der Fernsehsender arte hat sich gerade designtechnisch etwas aufgefrischt und dabei tief in die Pop Art Mottenkiste gegriffen. Aber warum nicht? Bunt, schräg und viele Verläufe – da bin ich für zu haben.

Bei der Sendereihe „die großen Dramatiker“, die derzeit immer abends um 20.15 Uhr läuft und die von einer großen Abstimmaktion begleitet wird, greifen die Screen-Designer direkt auf einen Andy Wahrhol-Style zurück. Auch das gekonnt und flott, nur während der Sendung vielleicht ein bisschen sehr penetrant. Wirklich irritierend fand ich aber die Musikauswahl bei der Sendung über William Shakespeare. Da lief ein Song nach dem anderen aus meiner Lieblings-iTunes-Playlist und ganz vorne weg drei alte Stranglers-Songs. Das Programm scheint also genau für Typen wie mich zugeschnitten zu sein. Im Marketing-Deutsch sagt man bei so was, man muss den Kunden da abholen, wo er steht. Wirklich merkwürdiges Fitting!

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

8. September 2008 13:10:16

… von Wegen

Schritt für Schritt
zum Kopfende

annähernd
in einem Atem-

zurück zu:
Herzlich Willkommen

am Fußende

 
 

Autor:

Joachim Buroh

Kategorie:

Text ohne Takt

 

1. September 2008 10:09:08

… erpressbar: Alfred Hellmann zockt überzeugend Kaufhäuser ab

Alfed Hellmann Vor den Hymnen Berlin Krimi

Kaufhauserpressung scheint sich wirklich zu lohnen! Glaubt man Alfred Hellmanns neuem Berlin-Krimi VOR DEN HYMNEN, so fließen Milllionenbeträge, die von den Unternehmen gezahlt werden – denn es gibt Versicherungen dagegen, und der Rufschaden kann enorm sein.
Um den Verlust der Berliner Sontexa-Versicherung in Grenzen zu halten und vor allen Dingen seine Stellung im Unternehmen zu festigen, hat sich der ehrgeizige Johann Widera etwas besonderes einfallen lassen: Er heuert eine Söldnertruppe an, die Erpressern auf die Finger klopft. Dass die Aktion aus dem Ruder läuft, ein Mann erschossen wird und die Polizei auf merkwürdige Zusammenhänge stößt, macht dem Maseratifahrer Widera das Leben schwer. Besonders unangenehm wird es, als Kriminalhauptkommisar Viktor Land von der 9. Mordkommission auf die Sache angesetzt wird, denn Land denkt über den Tellerrand hinaus, wittert Zusammenhänge, wo andere gar nichts sehen, scheut nicht vor Konfrontationen mit Vorgesetzten zurück, und bleibt auch an einem Ball, der ins Abseits zu kullern scheint. So stößt er etwa … … Weiterlesen

 
 

 

Letzte Beiträge

 

Themen

 

Berliner Bezirke

 

Beitragsarchiv

Suche

 

Text ohne Takt
von Joachim A. Buroh

6. Januar 2014

… Tagesform

<br />

 
 

23. November 2013

… am Zug

U1 – U4

 
 

21. November 2013

… in Topform

<br />

 
 
 
Berliner Ratschlag für Demokratie