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Archiv der Kategorie ‘Köpenick-Treptow‘

14. September 2011 19:13:21

… 3D-animiert: Intel Visibly Smart Experience

Im Zuge der Berliner Music Week, die ihren Höhepunkt am vergangenen Wochenende in Form einiger Festivals und vieler Konzerte erreicht hatte, wurde ich Zeuge eines ganz besonderen Spektakels:
Die Kunstfabrik am Flutgraben, die mir in erster Linie durch meinen morgendlichen Arbeitsweg bekannt ist, wurde vom Münchner Lichtkünstler Markos Aristides Kern zum Leben erweckt.

Zu dem eigens für diese Live-Performance vom DJ-Duo Moonbootica komponierten Sound geriet das Gebäude, das normalerweise durch seine Industrieoptik (und die von unserem Büro aus sichtbare Dachterasse) glänzt in stürmisch-lebendige Bewegung. Es tanzte, veränderte sich, fiel in sich zusammen, richtete sich wieder auf, um dann in seine Einzelteile zerlegt zu werden, welche sich so um ihre eigene Achse drehen konnten, zu vibrieren anfingen, sich wieder zusammen fügten und letztendlich weitertanzten.

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Nach Ende der Lichtshow wollte ich der Sache natürlich auf den Grund gehen, zumal mir die ausgeklügelte optische Täuschung als äußerst aufwendig erschien. Ich wurde eines Besseren belehrt:
Mit Hilfe eines weltweit einzigartigen Projektionsfahrzeugs von intel, namens „Multi Media Offroad Vehicle“ (MMOV), war es möglich, die atemberaubende Lichtperformance unter dem Titel „Intel Visibly Smart Experience“ auf das alte Backsteingebäude zu mappen. In einem überschaubaren Kastenwagen, der seitlich mit einer Glaswand ausgestattet war, befanden sich acht verhältnismäßig große Beamer, die von dort aus ein vielfaches der üblichen HD-Auflösung projizieren konnten. Zudem war das Fahrzeug mit einem eigenen Serverpool ausgestattet. In einer halbstündigen Prozedur wurde der ehemalige Speicher mit einem Laser gescannt und der Aufbau war somit auch schon abgeschlossen. Nun war es für den Künstler möglich live und in Interaktion mit dem Publikum und dem DJ-Team das Gebäude zu bespielen.

Das eineinhalbstündige Event zog einige hundert Zuschauer auf das Gelände neben der Arena, welches schon Tage zuvor aufgeräumt wurde, um einen möglichst freien Blick auf das Gebäude zu ermöglichen. Bereits im August bereiste das mobile Projektionsfahrzeug die Stadt Dresden. So kann man nun hoffen, dass es sich nicht um ein einmaliges Event handelte und die Performance noch ein paar andere Städte bereist. Watch out for MMOV!

 
 

Autor:

Gloria

 

26. Juni 2011 21:55:55

… auf See: Abenteuerreisende

Das schwimmende Blockhaus mit dem Restaurant lockt immer wieder Leute an. Unweit des Spreetunnels in Friedrichshagen liegt es vor Anker und wartet das ganze Jahr über auf Gäste. Auf dem Anlegesteg befindet sich eine Klingel, die vom Ankömmling betätigt werden kann. Wenige Minuten später erscheint dann der Bootsmann und holt über.

Solche Häuser kennen die meisten eigentlich nur aus Western oder den Indianerfilmen der DEFA. Dort sind sie der Wohnort friedliebender Menschen, die dann irgendwann von Bösewichten überfallen werden. Hier läuft alles friedlich ab. Gestern hatten es sich, trotz des bedeckten, kühlen Wetters, einige auf dem schwimmenden Lokal gemütlich gemacht. Je weiter der Tag fortschritt, umso mehr Verkehr war auf der Müggelspree zu beobachten. Zum frühen Nachmittag legte ein rustikal aussehender Dampfer am Holzhaus an, 15-20 Mittfünfziger enterten unter großem Stimmengewirr, Lachen und offensichtlich guter Laune die Lokalität und besetzten einen vorbestellten Tisch.

Die Frauen und Männer hatten sich Jahrzehnte nicht gesehen und trafen sich nun zu einem Klassentreffen. Dennoch war keine Fremdheit zwischen ihnen zu spüren. Als sie wieder abfuhren, griff einer von ihnen zur Gitarre und begann ein Lied, in das die anderen mit einstimmten. Wie viele von ihnen hatten in der Kindheit vielleicht von Piraten und der Eroberung einer Insel gelesen oder geträumt und haben in der Jugend an das Gute geglaubt? Jetzt, wo sie wissen, dass Märchen nur selten wahr werden, dass Wünschen allein nicht hilft und sie das Unverfälschte und Vertraute mehr denn je schätzen, sind sie gemeinsam nochmal in die Vergangenheit zurückgekehrt.

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

27. September 2010 15:43:52

… voller Tasten: Piano City lädt zu Pianisten nach Hause

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Die Idee ist einfach und genial: Fast jeder Pianist hat zuhause einen Flügel oder mindestens ein Klavier stehen und es wäre doch super, wenn überall dort in den Wohnzimmern kleine Hauskonzerte stattfänden, mit Programmen, die die Pianisten am liebsten spielen. Gedacht getan – Piano City ins Leben gerufen. Inzwischen ist die Bewerbungsfrist abgelaufen (>Übersicht aller Bewerbungsvideos) und das Programm mit über 70 Hauskonzerten ist online. Am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Oktober ist es soweit, aber Achtung: Man muss vorher die Tickets über die Website kaufen.

Es gibt Selbstkomponiertes, Klassik, Jazz und alles andere. Mir scheint darunter sind einige Perlen, aber sicher auch ein paar Spinner – also sehr interessant!

Übrigens: Mein Bruder Roman Hengge ist auch dabei.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

22. Juli 2010 11:56:11

… Gymmick: gesungener Humor, der ein bisschen weh tut

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An zwei aufeinanderfolgenden Tagen lief mir das Nürnberger Komik-Würstchen „Gymmick“ über den Weg – oder ich ihm, wie man’s nimmt – und beides Mal fand ich seine Show wirklich lustig. Er machte im Alleingang die Vorband für Freddy Fischer und ebenso für KC McKanzie auf dem Badeschiff an der arena. Auf dem Fender Rhodes und der Gitarre begleitet er sich zu wild verhedderten Texten, grotesk bitter bösen Scherzen aus einer politisierten Kinderwelt. Im einen Lied bringen sich reihenweise Wunschhaustiere um, im nächsten spielt ein quälendes Kindermädchen die Hauptrolle und im übernächsten kommt die Polizei und zerdrischt dem Multitalent die Gitarre, dabei erhob er die Stimme doch nur für ein paar Obdachlose. Besondere Würze bekommt Gymmicks Vortrag durch die sichtbare Handbehinderung, und man spürt, dass da einer in die Rolle des sich-selbst-zum-Clown-machen hineingeboren (vielleicht auch gezwungen) wurde, diese Rolle aber durch sehr viel Talent und vermutlich ebenso viel Üben in Eigenregie zum Lebensmodell erhoben hat.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

19. April 2009 17:22:40

… auf der Straße: Demo gegen die geplante Verlängerung der A100

Verschiedene Gruppen riefen auf, gegen die geplante Verlängerung der A100 vom Kreuz Neukölln zum S-Bahnhof Treptow zu demonstrieren. Noch bis zum 23. April kann außerdem ordentlich Einspruch erhoben werden. Wie man diesen Einspruch abgibt, steht auf der Website der Bürgerinitiative. Tatsächlich erscheint dieses Vorhaben recht sinnlos und ich hoffe, es wird verhindert.

Ich kann nachvollziehen, dass es verkehrspolitisch angebracht wäre, die A100 nach Osten über die Spree zu verlängern. Durch den bisher merkwürdig abknickenden Verlauf am Kreuz Neukölln nach Süden, ohne effektive Anbindung über Köpenick nach Friedrichshain bzw. Lichtenberg erscheint die Autobahn nicht als Alternative im Ost-West-Verkehr. Deshalb ist die Skalitzer Straße mit der Oberbaumbrücke und ebenso die Elsenstraßenbrücke enorm belastet.

Eine wirklich sinnvolle Alternative (nur verkehrspolitisch betrachtet und ungeachtet der Verluste) wäre es, … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

14. August 2008 17:35:29

… im Bauwagen: enge Bürgerlichkeit auf stillen Rädern

Wohnen Auf Rädern in der Lohmühle

Auf meiner morgendlichen Jogging-Runde liegt auf der Treptower Seite am Kanal bei der Lohmülenstraße der Ausstellungswagen vom Wagendorf Lohmühle, in dem gerade die Ausstellung „Wohnen auf Rädern“ zur Besichtigung steht. Zusehen sind 20 360°-Fotografien aus dem Inneren der Wagen und man bekommt einen seltenen Einblick in den Lebensstil der Bewohner des Wagendorfs.

Nun sollte man denken, Menschen ziehen in so ein Wagendorf, weil es sie, aus welchen Umständen auch immer, in ein Leben außerhalb der Normierung von Mietwohnungen drängt. Man vermutet in den Wagen unangepasste Individualisten, Utopisten und Alternative, … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

25. Mai 2008 18:05:36

… voll mit netten Ideen: DMY, das Nachwuchs-Design-Festival

Leuchten aus PET-Flaschen
Leuchten aus PET-Flaschen

Es gibt einen ganz klaren und erfreulichen Trend im Design auf dem DMY-Festival: der Fokus liegt auf Ideen, Umnutzungskonzepte und Spaßhaben und geht weg von der puren Form, dem ausgefeilten Produkt, dem Luxus. Ein Rundgang über die Messe in der Arena (Treptow) macht richtig Freude und ist ungemein inspirierend. Noch schnell hingehen. Nur noch heute!

… Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

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