Lesezeichen setzen: RSS Feed abonnieren  Zu del.icio.us hinzufügen Zu Technorati Favoriten hinzufügen Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Seite 1 von 1212345678910»...Letzte »

Archiv der Kategorie ‘Mitte-Tiergarten-Wedding‘

9. Mai 2014 18:26:16

… im Licht: Miriam Vlaming mit „Muse“ in der Galerie Martin Mertens

Schon durchs Schaufenster strahlen zwei großformatige Arbeiten nach draußen. Auf beiden Bildern steht eine Gruppe Menschen in gemaltem Licht, doch die Farb- und Raumstimmungen könnten kaum unterschiedlicher sein.

miriam_vlaming_mvmm14_00_stepintothedesert_170x230_14m
Step into the desert (230 x 170 cm)

Die eine Gruppe – eine Familie über drei Generationen – steht im Freien, vielleicht irgendwo im mittleren Westen Amerikas, das Land ist staubig trocken und wie der Boden steht auch die Gruppe unter Spannung. Da ist der „alte Herr“ im Zentrum, links von ihm die Teile der Familie, die sich ihm zugehörig fühlen, seinen Schutz und seine Autorität anerkennen und rechts – etwas abseits – steht der Ausreißer. Ein halbstarker vom Typ James Dean oder Andy Warhol, der den Bruch mit den Traditionen herausfordert. Man spürt es zieht ihn weg vom Land, hinein ins Ungewisse. Seine kleine Schwester hält die Spannung nicht aus, verbirgt ihr vielleicht weinendes Gesicht in den eigenen Händen. Eine Momentaufnahme, die wie eine Familienaufstellung im gleißenden Sonnenlicht wirkt. Ein analysierender Blick durch ein Brennglas zum Thema Ablösung/Befreiung/Selbstwerdung.

miriam_vlaming_mvmm14_009_johnnyrememberme170x210_14m
Johnny remember me (210 x 170 cm)

Die andere Gruppe ist völlig anderer Gestalt. Menschenähnliche Wesen auf einer Bühne – ist das eine kostümverliebte Goth-Rock-Band oder eine Art Totentanz im Zirkuszelt? Im grün-blauen Hintergrund spielen zwei Figuren auf Trommel und Klarinette und von links defilieren zwei Gestalten in die Mitte der Manege, angestrahlte von Scheinwerfern, so dass die Konturen im überzogenen Kontrast verschwimmen. Um sie herum scheint dingliches Licht zu schweben, wie eine Aura durchsetzt mit Lichtflecken von riesigen Glühwürmchen. Diese Gruppe zeigt keinen Konflikt, sondern eine Inszenierung. Eine Art Ritual gemacht für ein Publikum, das der Szene beiwohnen darf.

Auch die anderen Bilder der Ausstellung erscheinen als Spiel mit Licht und Lichtern: Lichtstimmungen, -strahlen, -reflexionen, Überblendungen, Beleuchtungen. Die Farben sind oft strahlend, machmal grell, im Dunklen verschattet aber stets farbig. Sie beleuchten das Ausstellungsmotto „Muse“ mehr mit Blick auf „Liebesbeziehungen“. Paare genießen das Leben, rauchend, tanzend, sich küssend.

miriam_vlaming_mvmm14_005_smokegetsintoyoureyes_170x210m
Smoke gets into your eyes (210 x 170 cm)

Miriam Vlaming setzt oft Personen in ihre Bilder, die aus privaten oder gefundenen Fotos entnommen sind, setzt sie in neue Kontexte, Räume und Beziehungen. Sie spiegelt fremde Leben ins eigene oder andersherum, malt persönlich und doch symbolisierend. Es sieht aus wie zufällige Schnappschüsse und doch verweisen die vielschichtigen Bilder mit ihren gemalten Mehrfachbelichtungen auf wirkungsmächtige Sehnsuchtsmomente, die eine ganze Lebensgeschichte beeinflussen.

Die Ausstellung von Miriam Vlaming in der Galerie Martin Mertens läuft noch bis Ende Juni.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

23. Februar 2014 19:27:42

… reinen Herzens: Sister Corita in der Circle Culture Gallery

sicter-corita-kent-circle-culture-gallery

Corita Kent war unter dem Namen „Sister Mary Corita“ eine Nonne der katholischen Immaculate Heart Community aus Los Angeles, die als Künstlerin und politische Aktivistin großen Einfluss auf eine bestimmte Richtung der Pop Art hatte. Sie kann als spirituelle Ahn-Herrin von heutigen Gestalter/innen und Künstlerinnen wie Candy Chang, oder – in Bezug auf seine bekehrerischen Arbeiten – auch Stefan Sagmeister gelten, die mit ihrer Arbeit ebenso, wie Sister Corita schon lang vor ihnen, immer wieder an die großen Fragen des Lebens rühren. Mit der Sozialisation als Nonne in einem Orden, der sich der Untadeligkeit verschrieben hat, ist es wenig verwunderlich, dass die missionarische Botschaft hinter allem immer ist: „Tue Gutes!“

Typisch amerikanisch wird das Handeln an sich schon als grundsätzlich positiv bewertet. Es geht vorrangig um die Verbreit(er)ung einer Idee – wenn man es nicht gleich Ideologie nennen will. Passivität als Möglichkeit kommt in dieser „Philosophie“ nicht vor. Die Frage danach, ob dualistisches Denken, das die Welt in Gut und Böse teilt, wirklich so gut ist, wird nicht gestellt.

Immerhin war Sister Corita so breit aktiv, dass ihr Leben, mit dem einer Nonne nicht mehr ganz zu harmonisieren war. Sie trat aus dem Orden aus und gründete eine weltliche Kunst Schule, tat gut daran, Leute wie Alfred Hitchcock, die Eames-Brüder, John Cage und Bucky Fuller einzuladen, und arbeitete im Zeichen der Liebe mit farbenfrohen, halbabstrakten Siebdrucken bis in die 1980er Jahre.

In der Circle Culture Gallery ist jetzt die Retrospektive „Let the sunshine in“ noch bis zum 10. Mai zu sehen.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

15. Februar 2014 15:34:47

… zerschnitten: ACORN – A Tribute To Yoko Ono mit Performance von Lars Eidinger

lars-eidinger-performt-yoko-ono-cut-berlin

In der Ausstellung und Kunstaktion „ACORN – A Tribute to Yoko Ono“, die gestern Abend vom Projektraum Espace Surpus in der Wallstraße 85 veranstaltet wurde, versammelten sich einige Berliner Künstler/innen, um der großen Dame der Performancekunst eine Hommage zu bereiten. Denn es hat sich rumgesprochen, dass Yoko Ono eine der einflussreichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts ist. Viele Künstler/innen fühlen sich inspiriert von ihren oft aus Handlungsanweisungen bestehenden Werken, die die Chance eröffnen, die Welt anders zu erfahren, wenn man tut, wie Yoko es vorschlägt. Es sind Arbeiten mit einer gewissen Nähe zur heutigen Kunsttherapie, die Techniken der paradoxen Intervention und des Reframings einsetzt. Nicht zufällig befruchtet Yoko Onos Denken auch besonders solche Künstler/innen, die das Gefühl haben, die Welt verbessern zu müssen/können. „Zieh deine Hose aus bevor du tanzt“ rät Yoko, Peaches macht es nebst Slow Motion-Video-Dokumentation und das Publikum schaut sich das Filmchen dann an. Wenn es Menschen hilft, mehr sie selbst zu werden, ist das wunderbar – ob das Video spannend ist, ist eine andere Frage.

Schiebt sich hingegen kein weiterer künstlerischer Wille zwischen Yoko Onos Idee und die performative Umsetzung, dann ist plötzlich spürbar, warum Yoko Onos Werk so großer Stellenwert in der Kunstgeschichte zugeschrieben wird. Lars Eidinger, Schauspieler-Star der Schaubühne, bringt Yoko Onos Performance-Klassiker „Cut Piece“ (von 1965) in den Raum – genau so wie sie es selbst einst getan hat. Die Handlungsanweisung ist: „Jede/r im Publikum darf, mit der zur Verfügung gestellten Schere, ein Stück aus der Kleidung des Künstlers schneiden. Immer eine/r nach der/dem anderen.“
Sofort geht der gierige Run los, alle wollen schnell ein Stück an sich reißen, wollen Teil der Kunst werden, wollen den Spirit spüren und vergrößern, wollen etwas haben vom Star. Zunächst ist es ein Spiel mit der Idee des Talisman oder des Fetisch – so wie früher die Menschen eine Locke ihre-r/s geliebten Partner-s/in mitnahmen, wenn sie sich für länger trennen mussten. Vielleicht fragt man sich im Inneren, warum mach ich da eigentlich mit, welcher Trieb bringt mich dazu, einen Fetisch besitzen zu wollen?
Und schnell verändert sich die Situation: Je mehr die Kleidung des Performers zerfleddert wird, je mehr die Nacktheit des entblößten Menschen hervor tritt, desto mehr Voyeurismus macht sich breit, mehr Fotos und Videos werden gemacht und man hört das Getuschel: „Sieht man schon seinen Bauchnabel?“ „Der hat ja auch ein bisschen Wampe.“ „Wer traut sich die Hose aufzuschneiden?“ „Warum machen eigentlich nur Frauen mit?“ „Mal sehen wie weit es geht?“.
Zwischendurch beschleunigt sich die Performance, große Stücke werden eingepackt, und dann, als es an die Unterwäsche geht, wird es plötzlich ganz leise im Raum, die Handlungen kommen allmählich zum Erliegen und im Gegenzug werden die Gedanken angetrieben: „Was haben wir da nur getan?“ „Wir haben diesen Menschen aus unserer Gemeinschaft vertrieben und ihn geschändet.“ „Warum machen wir eigentlich, wie uns gesagt wurde?“ „Warum hilft ihm denn niemand?“
Erleichterung macht sich breit, als Lars Eidinger erkennt, dass wohl nichts weiter passieren wird, und er beschließt die Performance zu beenden. Applaus. „Wen beklatschen wir da eigentlich?“ „Uns in unserer Durchtriebenheit?“ „Lars Eidinger für seinen Mut?“

Der Applaus gilt Yoko Ono, dafür, dass sie uns mal wieder die Augen geöffnet hat – ganz ohne irgendetwas zu erklären und ohne Didaktik – im emotionalen Erleben, das den Geist befeuert.

Die übrigen Arbeiten und Performances, bei denen sich die Künstler/innen auf Yoko Onos Einfluss berufen, lass ich nach dieser Erfahrung lieber unerwähnt.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

24. Januar 2014 18:22:57

… an der Schwelle zwischen Kunst und Wissenschaft: Pinar Yoldas in der Schering Stiftung

Pinar Yoldas An Ecosystem of Excess

Überall auf unserem Planeten findet sich Plastik. Alle wissen inzwischen von den großen Plastikmüllstrudeln in den Ozeanen, viele davon, dass man selbst in den entlegensten Winkeln der vereisten Hochgebirge Plastikteilchen findet, und manche, dass sogar in jeder menschlichen Zelle Plastiksubstanzen (chemisch erzeugte Polymere) nachweißlich sind. Plastik ist überall, um uns herum, in uns und in allen anderen Wesen dieser Welt. Archäologen werden in 10.000 Jahren das 20. Jahrhundert an einer dicken Plastiksedimentschicht erkennen und diese als Zeitmarker verwenden.

Kunststoffe üben also Evolutionsdruck (Selektionsdruck) auf alle Organismen auf der Erde aus. Mit anderen Worten: Diejenigen Lebensformen, denen es gelingen wird, die Plastikmoleküle zu ihrem Vorteil in ihre Organismen einzubauen, werden sich gegenüber anderen Spezies, die unter dem Plastik leiden, durchsetzen. Schon jetzt wird der Plastikmüll, egal wo er auftritt, von Bakterien besiedelt, die Kolonien und Biofilme darauf bilden. Manche Bakterien haben durch Mutationen auch Fähigkeiten erlangt, Polymere zu zersetzen und umzuwandeln.

Pinar Yoldas Kunst baut positivistisch auf der These auf, dass wir schon bald eine völlig veränderte Fauna auf unserem Planeten haben werden. Neuartige Organkonzepte werden als „Ecosystem of Excess“ auftreten: z.B. zur Verdauung von Plastik (=Plastivoren), zur Wahrnehmung von Plastik (=Plastosensorik) oder zur Reinigung des Plastiks von Schadstoffen (=Petronephros). Tiere werden Plastik „kreativ“ nutzen, vielleicht zur neuartigen Pigmentierung und Färbung des Gefieders oder zum Aufbau von elastischen Exoskeletten. Die in der Schering Stiftung ausgestellten Objekte bilden diese zukünftige Lebenswelt ab, wobei die Werke fast als logische Konsequenzen und nicht als Visionen erscheinen. Soll man davor erschrecken oder sich doch davon beruhigen lassen?

Am nachdenklichsten stimmte mich die quirlige „Plastiksuppe“. In einem Gefäß blubbert, als neuzeitliche Ursuppe, ein Gebräu vor sich hin, das genau in dieser Zusammensetzung als Nebenprodukt (= Abfall) eines ganz normalen Frühstücks entsteht: Der Rest eines Joghurtbechers, der Abrieb eines Schneidbretts, ein Teil einer Zeitungsverpackung, eine Borste einer Zahnbürste usw. – mit all diesem Zeug häufen wir täglich den Nährboden an, für Lebensformen, die uns verdrängen werden.

Pinar Yoldas: An Ecosystem of Excess, noch bis bis 4. Mai 2014
Schering Stiftung, Unter den Linden 32-34, 10117 Berlin, täglich (außer Di und So) 12–19 Uhr. Geöffnet am Sonntag, 4. Mai 2014! Eintritt frei
Eine Ausstellung in Kooperation mit der transmediale 2014 afterglow

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

3. November 2013 23:42:02

… dreimal im Leben. Arturo Pérez-Reverte präsentiert seinen neuen Roman

Zur ersten Begegnung kommt es 1928 auf einem Kreuzfahrtschiff, der Cap Polonio, auf dem der umtriebige Argentinier Max Costa als Eintänzer arbeitet. Eigentlich hat er es auf den Schmuck der reichen Damen an Bord abgesehen. Doch bei der jungen und schönen Musikergattin Mercedes (Mecha) Inzunza ist es mehr als das Perlencollier, das ihn reizt. Sie ist unwiderstehlich, und er lässt sich bei der Ankunft in Buenos Aires nur allzu gern darauf ein, ihr und ihrem Mann, dem spanischen Komponisten Armando de Troeye, zu zeigen, wo der echte Tango, El tango de la Guardia Vieja (wie das Buch im spanischen Original heißt)  gespielt und getanzt wird. Für De Troeye geht es um eine Wette mit Maurice Ravel, der erklärte, er würde einen Bolero schreiben, wenn es dem Kollegen aus dem klassischen Fach gelänge, einen Tango zu komponieren. Während der Musiker sich der Musik hingibt, sinkt Mecha in die Arme des armen Tänzers Max, der sich am Ende – Liebe hin, Leidenschaft her – trotzdem mit den Juwelen aus dem Staub macht.
Ende der 1930er Jahre begegnen Max und Mecha sich wieder. Armando sitzt in Spanien im Gefängnis, ein Opfer der Faschisten, es ist die Zeit des Bürgerkriegs. Mecha wartet in Nizza auf ihn. Max, der sich mittlerweile hauptsächlich als Kleinganove in Italien verdingt, wird vom Geheimdienst Mussolinis angeheuert, ein wichtiges Dokument aus einem Safe an der Côte d’Azur zu stehlen. Viel Geld wird ihm geboten, und er kann, wie meist, nicht nein sagen. Auch der faszinierenden Mecha kann er ein weiteres Mal nicht widerstehen. Vielleicht ist sie die Liebe seines Lebens? Doch wieder trennen sich ihre Wege. Mecha wird, nach dem Tod Armandos, den chilenischen Diplomaten Ernesto Keller heiraten. Ihr Sohn, Jorge Keller, macht sich schon bald als Schachgenie einen Namen. Die dritte Begegnung ist Sorrento in Italien. Es sind die 1960er Jahre, und Jorge bestreitet die Vorwettkämpfe der Schachweltmeisterschaft gegen den russischen Großmeister Mijail Sokolov. Gekämpft wird jedoch nicht nur mit sauberen Mitteln. Was Max Costa zunächst ziemlich egal ist: Er hat sich zur Ruhe gesetzt und verdient sich seine Rente als Chauffeur des renommierten Schweizer Psychiaters Dr. Hugentobler. Doch Mecha etwas abschlagen? Max kann es nicht. Zumal ihr Leben durch mehr als unerfüllte Leidenschaft ganz eng miteinander verwoben ist.

Arturo Pérez-Reverte, ehemaliger Kriegsberichterstatter und einer der bekanntesten spanischen Schriftsteller, präsentiert mit diesem großen Roman ein Alterswerk im besten Sinn. Er habe, so sagt er in einem Interview, die Idee zu dieser bewegten und bewegenden Geschichte schon seit über zwanzig Jahren im Kopf. Doch erst mit sechzig konnte er sie wirklich schreiben. Wie wird man alt und dennoch nicht traurig? Wie lebt man konsequent genau so, wie man es möchte? Wir gelingt es, die Leidenschaft eines wahren Tangos und einer echten Liebe, nie zu vergessen, selbst wenn Jahrzehnte die Begegnungen trennen? Ein schönes, romantisches, humorvolles, figuren- und action-reiches Buch, das sich, und auch das muss gesagt werden, in der gelungenen deutschen Übersetzung von Petra Zickmann (mit einem bezaubernden Cover unter dem Titel Dreimal im Leben bei Suhrkamp erschienen) fast noch schöner liest, als im Original.

Am Montag, den 4. November präsentiert Arturo Pérez-Reverte seinen Roman im Babylon. Die deutschen Passagen liest Boris Aljinovic. Mit dem Autor spricht Frank Wegner.

 
 

 

23. September 2013 23:11:51

…Gemeinschaft: Ummah, ein Film, der Spaß macht und für Toleranz wirbt

Der Anfang ist blutig und brutal. Aber es folgt kein schauerliches Gemetzel. Ummah – Unter Freunden ist eine liebenswerte, dramatische, schöne, sympathische Geschichte über Toleranz und Freundschaft.

Daniel Klemm (Frederick Lau) arbeitet als V-Mann für den Verfassungsschutz, als ihn ein Job in Sachsen aus der Bahn wirft. Statt weiter Neonazis zu jagen soll er sich ein paar Monate lang in einer Schutzwohnung in Neukölln regenerieren. Eine unrenovierte, vermüllte Bruchbude, aus der er auch bis zum Ende des Films nichts macht. Dafür erkundet er den Kiez und wird liebevoll in eine migrantische Clique um den umtriebigen Abbas (Kida Khodr Ramadan) und den aus einer eigenen eher düsteren Vergangenheit in die Legalität stolpernden Jamal (Burat Yigit) integriert. Sie nehmen ihn zu einer türkischen Hochzeit im Wedding mit, zum Islamunterricht, in die Teestube und zum Abholen der Kinder in den Kindergarten. Er wird Zeuge der handfesten Diskriminierung von Männern mit dunklen Haaren und dunklen Augen durch die Polizei. Wird irgendwo irgendwem etwas geklaut, ist jeder „Türke oder Araber“ verdächtig. Und die weiße Mehrheitsgesellschaft spart auch nicht mit subtilen Attacken: Genau gegenüber vom Kindergarten klebt ein riesiges Werbeplakat mit einer fast nackten Frau.

Cüneyt Kaya zeichnet in seinem Spielfilmdebüt mit viel Witz und Gefühl ein Portrait einer (oder zweier) Gesellschaft(en), die sich unausweichlich nah und oft doch so fern sind. Die Vorurteile der biodeutschen Beamten spiegeln sich im alten Mann der migrantischen Community, der die Jungen ebenso heftig vor „dem Deutschen“ warnt. Doch die next generation auf beiden Seiten lässt sich nicht davon abhalten, den Versuch friedlich-freundschaftlicher Koexistenz zu wagen. Das Happy End bleibt aus, und doch macht der Film Hoffnung, dass es ein solches geben kann. Wenn man denn nur will …

 
 

 

18. September 2013 21:58:50

… BubeDameKönigAss: 4 Männer Egos in der Neuen Nationalgalerie

Direktor Udo Kittelmann der Neue Nationalgalerie trieb die vier im Projekt „Paintig Forever“ kooperierenden Institutionen zum Thema Malerei. Er wollte unbedingt in seinem Museum zeigen, welche in Berlin entstehende Malerei für aktuelle Großsammlungen angekauft wird. Die Marktdynamik fasziniert ihn und er willigt ein – bewusst oder unbewusst – die Definitionsmacht über die Qualität von Kunst, damit endgültig den Sammlern zu übertragen. Brauchen wir das Museum, um den Menschen zu zeigen, was in großen Sammlungen aufgehäuft wird? Kittelmann glaubt schon. Er meint die Kunstkritik kann nicht übersehen, dass es Künstler gibt, die alleine mehr Geld einspielen, als Staatsmuseen an Jahresetat zur Verfügung haben. Darum kommt man nun nicht daran vorbei im Mies van der Rohe Bau darüber zu staunen, welche Kunstwaren marktkonforme deutsche Maler erzeugen. Unter dem Titel „BubeDameKönigAss“ werden die Künstler-Egos wie Trümpfe ausgespielt: Martin Eder (*1968) Michael Kunze (*1961) Anselm Reyle (*1970) und Thomas Scheibitz (*1968). Diese Ausstellung kann man am besten mit Reizwörtern beschreiben: Es ist geil, schräg, krass, mega-groß, fett und knallig. GELD als Energiequelle für den HYPE, als konstituierendes Merkmal für Kunst. Und es ist tatsächlich mitreißend, wenn man den Ekel überwinden kann, den der Protz erzeugt. Wie wenn man beim Kartenzocken einen Lauf hat.

anselm-reyle-nationalgalerie-2013
Anselm Reyle weiß genau, wie man den Markt bedient und er ist schlau genug haufenweise, meist vermutlich ironisch gemeinte aber doch irgendwie sehr gewissenhaft abgehakte, kunstgeschichtliche Anleihen einzubauen, so dass Kunsthistoriker gleich zu fabulieren anfangen – Ives Klein, Jasper Johns, Jeff Koons, Robert Rauschenberg und natürlich die namensverwandte Bridget Riley – stimmt ja alles! Mit seinem vielköpfigen und arbeitsteiligen Team produziert er Werke in Dimensionen, die über alle Arbeiten der genannten herausragen. In dieser Ausstellung werden nur Bilder gezeigt, aber Reyle arbeitet auch gigantös skulptural und baut Hallen-füllende Environments. Je größer, je besser. Zwei der aktuell wichtigsten Praktiken der Kulturindustrie werden perfekt kombiniert: Remixing und Eventisierung. Ob das Bestand hat ist eigentlich total egal, denn es macht zumindest alle Beteiligten reich.

martin-eder-nationalgalerie
Martin Eder – mal dandyhaft, mal verlebt – ist ebenso geschickt im kombinieren von Reizthemen: völlig überzogen zuckersüßer Kitsch im Clash mit unterkühltem Sex, der wie in Frischhaltefolie abgepackt präsentiert wird. Eigentlich ist es eher beschädigte Geschlechtlichkeit als Sex. Und es wirkt irgendwie krank und fremd – als würde man Asiaten zugucken, die mit der Lupe im Anschlag in den Puff zum Tabledance gehen. Aber diese Bilder kitzeln einen schon im Inneren und sie werfen Fragen auf, die man nicht so leicht beantworten kann. Ist ein putziges Kätzchen nicht einfach unglaublich anziehend schön anzusehen, und noch schöner anzufassen? Will man es nicht sofort auf den Arm nehmen und lieb haben? Genau wie die Mädchen, die man da aus diesen schlimmen Bildern holen will, um sie mit aufgewärmten Frotteehandtüchern zu empfangen? Ist Schönheit noch mehr als ein globalisiertes Kulturgut? Massenkompatibel und kapitalistisch geprägt? Und kann oder soll man sich dem erwehren? Will man das überhaupt? Ich finde dieses Werk spannend!
thomas-scheibitz-nationalgalerie
Thomas Scheibitz ist der konventionellste, gerade noch abstrakt arbeitende Maler in diesem Quartett. Seine Bilder sehen aus, als gehörte er einer anderen – älteren – Generation an, die noch Interesse an in der Kunst selbst liegenden Themen hat. Aber sein Werk ist auch nur im Zusammenhang mit seinen Skulpturen zu verstehen. Die pure Präsentation seiner Malerei erscheint mir sinnlos. Das ist sehr schade, denn als Künstler, der die Spannung zwischen Bild und Skulptur zuspitzen kann, finde ich ihn hoch interessant.

michael-kunze-nationalgalerie

Das Werk von Michael Kunze ist das einzige in dieser Runde, zu dem ich keinen schnellen Zugang finde. Ich versteh diesen dunklen Wimmelkosmos (noch) nicht – aber er vermitteln schon ein starkes Kunstgefühl. An dem hier zu sehenden Bild „Vormittag“ arbeitet er seit den 1990er Jahren kontinuierlich. In solche Kunst muss man sich einarbeiten und nachlesen und die Zeit hab ich derzeit nicht. Jedenfalls macht des Motto „Painting forever“ hier wirklich Sinn.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

18. September 2013 19:27:21

… unbeabsichtigt gegeneinander: Painting forever – To Paint Is To Love Again – 4 Frauen in der Kunsthalle Deutsche Bank

Im vom Land Berlin finanzierten Projekte „Painting forever“ arbeiten die vier wichtigsten Berliner Kunstinstitutionen zusammen. Das Motto zieht die Aktivitäten von der Berlinischen Galerie, der KunstHalle Deutsche Bank, des KW – Kunstwerke und der Neuen Nationalgalerie während der Berlin Art Week 2013 zusammen. Zwei der Ausstellungen sind zu Gegenpositionen geworden, ohne dass es recht geplant gewesen wäre.

In der Nationalgalerie gibt Direktor Udo Kittelmann Raum für vier äußerst marktkonforme deutsche Künstler. Unter dem genauso spielerischen, wie konsequent sinnlosen Ausstellungstitel „BubeDameKönigAss“ poltern vier konsequent konzeptionierte Monster-Egos einer Generation auf Großformaten: Martin Eder (*1968) Michael Kunze (*1961) Anselm Reyle (*1970) und Thomas Scheibitz (*1968). Natürlich war keiner der Typen bei der Pressekonferenz. (Mehr dazu in einem weiteren Artikel …)

In der KunstHalle Deutsche Bank lässt Kuratorin Eva Scharrer unter dem Titel „To Paint Is To Love Again“ vier Frauen unterschiedlicher Generationen säuseln: Jeanne Mammen, Antje Majewski, Katrin Plavčak und Giovanna Sarti. Sie malen Unsichtbares, Geheimnisvolles, Verborgenes und Ephemeres und standen alle (sofern noch lebend) den Journalisten für Fragen bereit. Man kann diese beiden Ausstellungskonzeptionen nur als Gegenpositionen sehen, die sich leider zuvorderst geschlechtlich verorten lassen, ohne dass sie sich so eigentlich positionieren wollten. Das ist besonders in Bezug auf die weibliche Zusammenstellung schade und ein Problem, denn es verstellt natürlich den Blick für die Kunst der bzw. des einzelnen.

jeannemammen_verheissungeineswinters1975
Jeanne Mammen, Verheißung eines Winters (1975)

Jeanne Mammen (1890–1976) – obwohl in der letzten Ecke der Schau – bildet mit bisher weitgehend unbekannten Arbeiten aus den 1950er – 7oer Jahren den Ausgangspunkt in der KunstHalle. Ihr Spätwerk steht stark in der Tradition von Klee einschließlich der verheißungsvollen Titel: „lyrische Abstraktion“ Symbolismus aus pasteuser Ölfarbe mit eingearbeiteten Glitzereffekten (Stanniolpappierchen von Bonbonverpackungen). Es ist ein trauriger Abgesang gegenüber den kraftvollen, vitalen und treffenden Zeichnungen, die sie in ihrer expressiven Phase z.B. im Simplizissimus veröffentlichen konnte.

Die anderen drei in Berlin lebenden Künstlerinnen haben sich nach eigenen Angaben bewusst auf den Dialog mit Mammens Werk eingelassen. Gefährlich bei einer so schwachen Vorlage.

<br />

Antje Majewski (*1968) spüren Texten des Museumskurators Sebastian Cichocki nach. Sie illustriert Literatur – konkretisiert und kategorisiert Imaginäres. Sie zeigt in ihren Bildern Objekte, die aus bestehenden Wertesystemen. Unter anderem eine Bildreihe mit merkwürdig geformten Hundekörpern. Es sind Miniskulpturen gefertigt aus aus den Resten von Plastikzahnbürsten, die Frauen im KZ Ravensbrück als Geschenke für andere gefertigt haben. Ich bin mir unsicher, ob dabei nicht mehr Zauber verloren geht als geschaffen wird.

katrin-plavcaks-topaintistoloveagain

Katrin Plavčaks (*1970) überträgt aktuelle Themen in den Bereich des leicht Surrealen. Sie arbeitet vielfältig mit Formaten und Materialien und deutlich aus weiblicher interpretativer Sicht.

giovannasarti_struktur

Giovanna Sarti (*1967) erarbeitet ihre Bilder kompositionslos. Im Ergebnis enttäuschend, geht es ihr ums Prozessuale, bei dem durch Handwerklichkeit und technisch bedingte Abfolgen Strukturen und Artefakte entstehen. Das hat man schon tausend Mal gesehen und hier wird leider nichts Interessantes hinzugefügt.

Leider gelang es mir nicht, dem Henry Miller entliehenen Motto der Ausstellung folgend, die Bilder mit dem Blick der Liebe zu betrachten. Ich empfehle die Ausstellung nur Menschen, die diese Fähigkeit besitzen.

(Entweder JavaScript ist nicht aktiviert, oder Sie benutzen eine alte Version von Adobe Flash Player. Installieren Sie bitte den aktuellsten Flash Player. )

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

26. Mai 2013 15:19:18

…unbedingt: Martin Kippenberger

<br />

Hamburger Bahnhof. Weltstadt-Niveau? My ass. Bürokraten-Arschlochismus, klassische Variante. Man hat zwei große doppeflüglige Türen zur Verfügung, nutzt jedoch nur einen einzigen schmalen Flügel – sowohl für Ein-als auch Ausgang !! Lange Schlangen hinaus ins Freie und die Treppen hinunter? Auch bei Regen? Scheißegal, Hauptsache die zahlen und verschwinden wieder. Wie man so was professionell und besucher-orientiert macht: kurzer Besuch in London genügt. Man kann aber auch selber drauf kommen…

Hamburger Bahnhof, bis 18. August – MARTIN KIPPENBERGER :  SEHR GUT | VERY GOOD

www.hamburgerbahnhof.de

 
 

 

14. April 2013 21:52:23

… Normal. Eine Buchvorstellung.

Manchmal lästern meine Schwestern und ich über diese 150%-Mütter (und Väter), die so unglaublich viel Bohei um ihre Sprößlinge machen. Vor zwanzig Jahren, als unsere Kinder klein waren, war vieles noch banaler – und unser Nachwuchs scheinbar auch gesünder. Allerdings sind das gesamtgesellschaftliche Wissen und der kollektive Druck auf die Eltern 2013 ungleich größer. Der Sohn, der „damals“ als „etwas aufgedrehter Wildfang“ nervte, wird heute heute vom Arzt oder alternativ von der Nachbarin mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) diagnostiziert. Die Tochter, die mal euphorisch, mal tiefbetrübt, also „ganz normal“ pubertierte, landet mittlerweile schnell in der Schublade „bipolar“. Gegen beides gibt es –Merck/Pfizer/BASF sei es „gedankt“ – mehr als genug Medikamente. Und gegen die anderen Syndrome unserer Zeit – Asperger, Fressattacken, disruptive Launenfehlregulation … – glücklicherweise auch.
Verstehen wir uns nicht falsch: Es gibt natürlich reale Geisteskrankheiten. Doch um diese geht es hier nicht. Es geht um die Modediagnosen, um die katastrophalen – ärztlich und selbst diagnostizierten – Symptome, die eigentlich gesunde Menschen leiden lassen und die Pharmaindustrie reich machen. Was sie für die Betroffenen und die Gesellschaft bedeuten hat nun einer aufgeschrieben, der weiß, wovon er spricht: ein Psychiater, der, wenn auch sehr spät in seiner Karriere, die Seiten gewechselt hat.

Allen Frances, selbst einer der Herausgeber des DSM-4, nutzt die anstehende Veröffentlichung des DSM-5 für eine Abrechnung mit dem Trend zur Erfindung immer neuer psychischer Leiden und zur kollektiven Krankschreibung ganzer sozialer Gruppen. Normal. Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen ist sein Appell an die Branche, auf den Boden der Tatsachen zurückzufinden und zu differenzieren. Denn Ärzte sollen heilen, und wer Gesunde als Kranke behandelt, übersieht am Ende jene, die wirklich krank sind und tatsächlich einer Behandlung bedürfen.

Was ist das DSM?

Das DSM (Diagnostische und statistische Handbuch psychischer Störungen) wird von der APA (Verband der amerikanischen Psychiater) herausgegeben. Es katalogisiert und kategorisiert psychische Erkrankungen, damit deren Behandlung entsprechend abgerechnet werden kann. Alle paar Jahre erscheint eine aktuelle Auflage des DSM. Ein Kreis eingeladener Experten diskutiert und entscheidet, welche Krankheiten neu aufgenommen oder gestrichen werden sollen. Die „Entdeckung“ eines neuen Syndroms ist für die beteiligten Psychiater natürlich ungemein prestigeträchtig, erläutert Frances. Und nebenbei ist sie lukrativ für die pharmazeutische Industrie.

Moderne Medikamente und modische Diagnosen

Ebenso wie alle paar Jahre neue Krankheiten entdeckt bzw. erfunden werden, haben auch Medikamente stets ihre Zeit. Die Psychiatrie als eher junge Disziplin setzte die Menschen in den 1950er Jahren gern unter Bromide, verabreichte in den 1960ern Lithium, sorgte für die massenhafte Verbreitung von Librium und Valium in den 1970ern und trug dazu bei, dass seit den 1980ern zumindest in den USA der Griff zu Prozac mindestens ebenso populär ist, wie das Lutschen eines Wick-Bonbons bei Kratzen im Hals. Problematisch ist dabei nicht nur die Entstehung von Medikamentenabhängigkeit, und bereits heute sind in den USA mehr Menschen von legalen Drogen abhängig als von illegalen. Problematisch sind ebenfalls die körperlichen Nebenwirkungen – Apathie, Lethargie, Übergewicht etc. – und die soziale Stigmatisierung. Und schließlich leiden nicht nur die Angehörigen eines mit einer psychischen Erkrankung diagnostizierten Patienten, sondern auch er/sie selbst. Selbst wenn die Zeitungen voll sind mit Berichten über „multiple Persönlichkeiten“ (die in den 1990er Jahren enorm „verbreitet“ waren, bis sie von der nächsten Diagnose abgelöst wurden): die Folgen der Krankheit oder Diagnose spürt jede/r, die/der sie als Etikett tragen muss. Doch nicht nur die Diagnosen steigen sprunghaft an. Auch die Zahl der Verschreibungen erreicht schwindelerregende Höhen: Jährlich werden allein in den USA 300 Millionen Rezepte über Psychopharmaka ausgestellt. Antipsychotika gehen im Wert von 18 Milliarden US Dollar über die Ladentheke, für Antidepressiva werden 12 Milliarden US Dollar jährlich bezahlt. Pharmakonzerne dürfen in den USA direkt bei den Patienten werben. Nicht wenige sterben an der versehentlichen Überdosierung der legalen Drogen, die sie sich selbst verschreiben. Und selbst wer zum Arzt geht, kann nicht sicher sein, einen kompetenten Diagnostiker an seiner Seite zu wissen: Neunzig Prozent der Angstlöser, achtzig Prozent der Antidepressiva, 65 Prozent der Aufputschmittel werden von Hausärzten verschrieben. Die wenigsten von ihnen sind psychiatrisch geschult. Von der Pharmaindustrie werden sie verständlicherweise gehätschelt.
Ein Umdenken tut Not. Es ist allerhöchste Zeit für mündige Patienten!

Allen Frances, Normal. Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen,
ist 2013 im Dumont Buchverlag, Köln erschienen.
Es hat 430 Seiten und kostet € 22,–.

Deutschlandpremiere Buchvorstellung am 16. April im Großen Saal der Berliner Zeitung, Karl, Liebknecht-Str. 29,.10178 Berlin
Einlass: 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 7 €, ermäßigt für Abonnenten der Berliner Zeitung 5 €
Tel.: 030- 23 27 63 41. Mail: kundencenter@berliner-verlag.de

 
 

 
Seite 1 von 1212345678910»...Letzte »

Letzte Beiträge

 

Themen

 

Berliner Bezirke

 

Beitragsarchiv

Suche

 

Text ohne Takt
von Joachim A. Buroh

4. Juli 2014

… unerhört

nicht in der Leitung
bleiben
durchs Bild
gehen und
lauter
schreiben

 
 

6. Januar 2014

… Tagesform

<br />

 
 

23. November 2013

… am Zug

U1 – U4

 
 
 
Berliner Ratschlag für Demokratie