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Archiv der Kategorie ‘Deutschland‘

16. Januar 2012 13:37:50

… Ort der Umwandlung: Sarrazins Buch wird abgeschafft

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Das in voller Gesellschaftsbreite durchdiskutierte und trotzdem wenig gelesene Buch (auch von mir nicht) von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ ist inzwischen das meiste verkaufte Sachbuch eines deutschen Autors in der Nachkriegszeit. Rund 1,3 Millionen Exemplare haben es in die deutschen Buchregale geschafft, wo sie nun vermutlich neben anderen ungemein sachdienlichen Büchern von Hans-Olaf Henkel oder Karl Theodor zu Guttenberg stehen. Weil derartige Belastungskörper natürlich besser schnellst möglich anderen Nutzungen als der allgemeinen Volksverblödung zugeführt werden sollten, hat nun anlässlich der kommenden siebten Berlin Biennale der tschechische Künstler Martin Zet die Buchsammel-Aktion „Deutschland schafft es ab“ gestartet, deren Ziel es ist, möglichst viele der Sarrazinischen Schriften zusammenzubringen, um sich so davon zu entledigen. Die Berlin Biennale wird in dieser Angelegenheit organisatorisch unterstützend tätig und wird deutschlandweit den Büchertransport übernehmen.

Die Aktion wurde am 12. Januar veröffentlicht und bereits jetzt gibt es einen erwartungsgemäßen Aufschrei von Menschen, die eine zentrale, politisch motivierte Büchervernichtung erwarten. Das seien „Nazimethoden“ ist als einhellige Meinung zu hören und alle befürchten eine Bücherverbrennung, als könnte ein zeitgenössischer Künstler keine kreativere Strategie entwickeln, als alle Bücher auf einen Haufen zu werfen und ein bisschen mit dem Feuer zu spielen.

Ich finde die Aktion sehr spannend, gerade weil die politischen Lager so wunderbar aufgemischt werden:
Heftige Sarrazingegner werden zu Gegnern einer Gegen-Sarrazin-Aktion. Sarrazinbefürworter, die vermutlich auch schon mal den Koran einer organisierten Verbrennung zuführen würden (böses Vorurteil!), dürfen sich als Opfer einer politischen Säuberungsaktion begreifen. Und die ganze Aufregung schon im Vorfeld, bevor überhaupt irgendjemand weiß, was aus den hoffentlich vielen Büchern entstehen wird, die Martin Zet einsammeln kann. Vielleicht baut der Künstler ja ein Haus der Verständigung daraus, oder er lässt sie in einem Meer der Tränen schwimmen – wer weiß …

Die Berlin Biennale hat jedenfalls schon drei Tage nach der Erstveröffentlichung der Aktion folgende Klarstellung verbreitet:
„Martin Zet ruft Personen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen von dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin trennen möchten, auf, es einer künstlerischen Aktion zu spenden. Entstehen soll eine Installation, deren Größe und Ausdruck abhängig ist von der Anzahl der gespendeten Bücher. Während der 7. Berlin Biennale für zeitgenössischen Kunst wird Martin Zet gemeinsam mit dem Publikum an der Frage arbeiten, welchem Zweck die Bücher anschließend zugeführt werden. Das Kunstprojekt hat nicht eine Büchervernichtung zum Ziel, sondern der Künstler verbindet mit der Spende und der Transformation der Bücher einen Akt des Widerstandes gegen den anti-migrantischen und polarisierenden Inhalt des Buches mit künstlerischen Mitteln.“

Das ist leider enttäuschend: Muss wirklich das Publikum in einer Basisdiskussion über den Verbleib der Bücher entscheiden? Warum dieses Einknicken? Ich wünschte mir stattdessen einen wirklich selbstbestimmten, künstlerischen Akt. Martin Zet soll einfach bestimmen, was mit den Büchern zu passieren hat und dann auch persönlich dafür grade stehen. Aber wie es aussieht wird man an einem kleindiskutierterten Konsens mit womöglich paritätischer Aufteilung nicht vorbeikommen. Doch dafür hätte ich natürlich auch gleich eine Lösung parrat: 98 % der Bücher werden dem Wertstoff-Recycling zugeführt und der Erlös dafür einer Vielzahl von Organisationen zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund gespendet (ein Bewerbungsverfahren für die Organisationen kann unverzüglich eingeleitet werden) und 2 % dürfen von einer radikalen Minderheit öffentlich und fröhlich verbrannt werden.

Übrigens: Das private und einzelne Buchverbrennen ist im Gegensatz zur politisch motivierten, öffentlichen Autodafé ein Akt der inneren Reinigung und im Falle der Verbrennung im heimischen Ofen auch noch eine relativ nützliche Angelegenheit, sofern es im Winter geschieht. Das kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen.
Die reguläre und täglich praktizierte Art des massenhaften Bücher-Recylings ist hingegen ein sehr unterkühltes Verfahren: kleinhäckseln, einweichen, vermengen und zu minderwertigem Papier verarbeiten. Mit solchem kann man sich dann entweder den Hintern abwischen oder Paperback-Auflagen drucken. Ob es zwischen diesen möglichen Nutzungen eine moralische Wertigkeit gibt, sein dahingestellt.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

1. Dezember 2011 22:45:02

… zu Ende gegangen: Christa Wolf

„Die Stadt, kurz vor Herbst noch in Glut getaucht nach dem kühlen Regensommer dieses Jahres, atmete heftiger als sonst. Ihr Atem fuhr als geballter Rauch aus hundert Fabrikschornsteinen in den reinen Himmel, aber dann verließ ihn die Kraft, weiterzuziehen. Die Leute, seit langem an diesen verschleierten Himmel gewöhnt, fanden ihn auf einmal ungewöhnlich und schwer zu ertragen, wie sie überhaupt ihre plötzliche Unrast zuerst an den entlegensten Dingen ausließen. Die Luft legte sich schwer auf sie, und das Wasser – dieses verfluchte Wasser, das nach Chemie stank, seit sie denken konnten - schmeckte ihnen bitter.
Aber die Erde trug sie noch und würde sie tragen, solange es sie gab …“

„… Der Tag, der erste Tag ihrer neuen Freiheit, ist fast zu Ende. Die Dämmerung hängt tief in den Straßen. Die Leute kommen von der Arbeit nach Hause. In den dunklen Häuserwänden springen die Lichtvierecke auf. Nun beginnen die privaten und öffentlichen Zeremonien des Abends – tausend Handgriffe, die getan werden, auch wenn sie am Ende nichts anderes bewirken als einen Teller Suppe, einen warmen Ofen, ein kleines Lied für die Kinder. Manchmal blickt ein Mann seiner Frau nach, die mit dem Geschirr aus dem Zimmer geht, und sie hat nicht gemerkt, wie überrascht und dankbar sein Blick ist. Manchmal streicht eine Frau einem Mann über die Schulter. Das hat sie lange nicht getan, aber im rechten Moment fühlt sie: Er braucht es.
Rita macht einen großen Umweg durch die Straßen und blickt in viele Fenster. Sie sieht, wie jeden Abend eine unendliche Menge an Freundlichkeit, die tagsüber verbraucht wurde, immer neu hervorgebracht wird. Sie hat keine Angst, daß sie leer ausgehen könnte beim Verteilen der Freundlichkeit. Sie weiß, daß sie manchmal müde sein wird, manchmal zornig und böse.
Aber sie hat keine Angst.
Das wiegt alles auf: Daß wir uns gewöhnen, ruhig zu schlafen. Daß wir aus dem vollen leben, als gäbe es übergenug von diesem seltsamen Stoff Leben.
Als könnte er nie zu Ende gehen.“

(Erster und letzter Abschnitt aus dem Roman „Der geteilte Himmel“ von Christa Wolf – Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar, 1975)

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

26. November 2011 13:34:49

… Unterschied: Bond, und dann auch James

Am Eingang der Köpenicker Straße 95 in Berlin hängt eine Granittafel mit folgender Inschrift: 

LUISENSTÄDTISCHE BANK   EINGETRAGENE GENOSSENSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTPFLICHT: GEGRÜNDET 1863   DISKONTIERUNG VON WECHSELN   AN- UND VERKAUF  SOWIE BELEIHUNG VON EFFEKTEN   ANNAHME VON DEPOSITENGELDERN   CHECK-VERKEHR   SPARKASSE   VERMIETUNG VON TRESORFÄCHERN

Diese Luisenstädtische Bank war nichts anderes als ein Vorläufer der heutigen Berliner Volksbank. Sie handelte also bereits zu jener Zeit mit Effekten, was nichts anderes sind als Wertpapiere, also z. B. Aktien oder Anleihen (Bonds), über die heute in den Nachrichten – „Frau Merkel lehnt Eurobonds ab“ - jeden Tag gesprochen wird.

Mit einer Staatsanleihe leiht sich der Staat Geld bei anderen, z.B. Staaten, Banken oder bei Privatpersonen. Dafür zahlt er dem Käufer in der Laufzeit der Anleihe einen Zins und am Ende die Anleihe zurück. Der Staat haftet also für die Anleihe. Wenn die Bonität des Staates gut ist bzw. so bewertet wird, ist das Risiko für den Anleihekäufer niedriger, aber auch der Zins. Ist die Bonität schlecht bzw. wird so beurteilt, steigt das Risiko für den Käufer, aber der Staat muss auch höhere Zinsen geben. Wenn der Staat seine Anleihen nicht mehr bedienen kann, muss man ihm die Rückzahlung verlängern, wenn auch das nicht hilft, die Schulden erlassen oder er müsste „Pleite“ gehen. Soweit die Theorie.

Und die Praxis? Beispiel: Deutschland zahlt für seine Bundesanleihe WPKN 114157, Laufzeit bis 10.4.15 einen Zins von 2,25% p.a. Die Rendite (nach Abzug Kosten, unter Berücksichtigung des Kurses) dieser Anleihe liegt bei äußerst mageren 0,78%. Der Zins, den ein Anleihekäufer bekommt, liegt also in etwa genau so hoch, wie die Teuerungsrate in Deutschland Januar bis Oktober 2011 (2-2,5%). Nimmt man aber die Rendite als entscheidendes Kriterium, dann bedeutet es, dass ein deutscher Anleihekäufer sehenden Auges den Wert des eigenen Ersparten reduziert. Wenn er es als Festgeld anlegt, kann er die Teuerung gerade mal ausgleichen. Mehr wird’s jedenfalls nicht.

Die Türkei z. B. begibt ebenfalls Staatsanleihen, so z.B. die WPKN A0DDXD, Laufzeit bis 15.3.15, Zins von 7,25%. Nach Abzug der Kosten und unter Berücksichtigung des Kurses wird eine Rendite von 4,46% angegeben. (Quelle: www.finanzen.net) Die Türkei zahlt ihren Anleihekäufern (man kann sie auch als Deutscher erwerben) also deutlich mehr Zinsen, o b w o h l die Staatsverschuldung der Türkei niedriger liegt als bei Deutschland. (41,2% zu 83,2% jeweils bezogen auf BIP – Quelle: FOCUS 40/11). Sicher spielen noch andere Faktoren hinein. Dennoch:

Nicht jeder, der ein ernstes Gesicht macht, ist ein Gauner. Und nicht jeder, der in eine Kamera strahlt, ist ohne Probleme. James Bond jedenfalls weiß das.

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

15. November 2011 19:32:59

… seltene Momente: Klassentreffen

Das Abitur liegt viele Jahre zurück, nun kam ein Jubiläum. Treffen im Audi Max. Die Lehrer sitzen auf der Bühne, die Schülerjahrgänge ihnen zu Füßen. Jeder der einstmals Lehrenden erzählt etwas über seine Zeit mit uns, nach uns. Offen berichten sie, einige so ehrlich, dass ich betroffen bin. Denn: Manchmal waren sie Leuchttürme für uns und dann doch selbst Schiffe in Not.

Mit einem von ihnen, nicht viel älter als wir, auch Klassenlehrer, sitzen wir anschließend zusammen. Die Zeit hat die einst noch sichtbaren Altersunterschiede beinahe nivelliert, geglättet wie ein gebügeltes Hemd. So duzt man sich nun und hört trotzdem mit Achtung zu. Er erzählt - mit einem Selbstvorwurf - von einem unserer Mitschüler, dem er mal eine innige Bitte und gute Idee abgeschlagen hat, was ihn heute noch beschäftigt. - Nein, es sind nicht alle gekommen. Einige von den Fernbleibern hätte ich auch gern wieder gesehen. Aber unterschlagen wir nichts: In der Zwischenzeit ist den hier Versammelten ein Staat abhanden gekommen und ein neuer kam mit wuchtigen Veränderungen. Alles wurde umhergewirbelt, wie Laub im November. Aber mehr noch: Manchem ist in dieser Zeit auch eine Liebe gestorben, so wie es Tom Petty sehr lakonisch in „To Find A Friend“ besingt: „In the Middle of his life - he left his wife.“ Wobei es im Osten eher die Frauen waren, die gingen.

So wird erzählt, zugehört und in die Gesichter geschaut. Der damals Pfiffige ist genau so erfolgreich durch’s Leben gekommen. Die Lachende, Strebsame wurde zur vielfliegendenden Managerin, die hier aufmerksam zuhört. Der Ungelenke ist überraschend zum Sportler mutiert. Aus dem Vor-dem-Abitur-Abgänger ist nun ein abgeklärt wirkender Niederlassungsleiter geworden. Aber auch Unerwartetes ist erkennbar: Bei einem sieht man Bitterkeit im Gesicht, ein anderer ist offensichtlich gesundheitlich beeinträchtigt. Jeder hat seine Geschichte. Aber alle sind offen, unverstellt; horchen in gemeinsam Erlebtes hinein, einige berührt, manche sogar erstaunt über ihre Emotionen.

Die Hahnenkämpfe sind vorbei. Niemand muss sich mehr Sporen verdienen, manche haben sie vielleicht abgelegt, andere maßen ihnen nie eine Bedeutung zu. Das Leben hat Spuren hinterlassen, die Gesichter blieben jedoch neugierig; gleichen jetzt rohem, unbearbeitetem, länger gelagertem und trotzdem in sich arbeitendem Holz. Gleichmäßige Ringe, schöne Maserung, aber auch Streifen, Äste, dunkle Stellen. Ohne Farbanstrich. Ohne Lack.

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

8. November 2011 23:51:45

… schön. Der Berliner Flaneur Franz Hessel

Flughafen Tempelhof 2009 @LiAGeese

Ein „Memorieren im Schlendern“ nennt Walter Benjamin, der Autor des Passagenwerks, Franz Hessels 1929 erschienenes Buch Spazieren in Berlin. Wie Benjamin ist Hessel ein Flaneur und feinsinniger Beobachter, der kompromisslos subjektiv eine Stadt beschreibt, die nicht mehr und zugleich doch immer ist. Faszinierend, und selbst für intime Kenner der Berliner Stadtgeschichte lehrreich, sind dabei nicht nur seine liebevollen Beschreibungen des Alltags – Märkte, Mode, Manufakturen – und touristischer Highlights – Dom, Schloss, Dampferfahrt –, sondern die Parallelen, die sich, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall, zum heutigen Berlingefühl ergeben.

Hessel erzählt von einer Stadt im Aufbruch, in der der Erste Weltkrieg Erinnerung zu werden beginnt, die boomt, die geprägt wird vom architektonischen Übergang von der Gründerzeit zur Moderne, in der „Groß-Cafés“ entstehen, und in der er Heldendenkmäler nur noch als hässliche Anachronismen wahrnehmen möchte. Zentrale Plätze ändern ihr Gesicht, das Scheunenviertel verschwindet, der Alexanderplatz entsteht, neben den Bauten Schinkels manifestieren die prächtigen „Tempel der Arbeit“, die Peter Behrens für Borsig und Siemens errichtet, die Metropole im Werden. Hessels Begeisterung für die urbane Dynamik und den Nonkonformismus, die auch das heutige Berlin wieder auszeichnen, stecken an. Gleichgültig ob man mit ihm über „die weite Fläche“ des Flughafens Tempelhof spaziert, den „alten Westen“ der Maaßen-, Derfflinger- und Kurfürstenstraße besucht, der „aus der Mode gekommen ist“, weil die Wohlhabenden „jetzt“ am Ku’damm und im Westend leben, oder „die Budenstadt eines Marktes“ ansteuert, „der das ganze Maybacher Ufer bedeckt“: Man kann sich der unbändigen Sehnsucht des Autors nach dem Bestehenden nicht entziehen.

Und doch sieht die Leserin heute natürlich auch die Vorboten des Grauens, das nur vier Jahre nach dem Erscheinen des Buches die Gesellschaft zu durchdringen begann und vor dem der Romancier, Lyriker und Rowohlt-Lektor Hessel am Ende selbst fliehen musste. Im Rückblick erschauert man, wenn man seinen Bericht über den Schöneberger Sportpalast liest: „Mit unparteiischem Echo dröhnen seine Wände ‚Hakenkreuz am Stahlhelm’ und ‚Auf zum letzten Gefechte’ wider wie die Zurufe der Sportfreunde. Es ist ja alles Überschwang derselben ungebrochenen Lebenslust.“

Wie rasch diese „Lebenslust“ bei den Nazis zur Mordlust wurde, spürte der 1880 geborene Sohn eines jüdischen Bankiers bald am eigenen Leib. Bis kurz vor den Novemberpogromen 1938 blieb er trotz Berufsverbots in Deutschland. Dann kehrte er – widerwillig – nach Paris zurück, wo er bereits während des Ersten Weltkriegs gelebt hatte. 1940 flieht er von dort vor der vorrückenden deutschen Wehrmacht ins südfranzösische Sanary-sur-Mer, wo er bald nach seiner Freilassung aus dem berüchtigten Internierungslager Les Milles, 1941 stirbt.

Im Geleitwort zur 2010 erschienenen Neuauflage des Buches seines Vaters schreibt Stéphane Hessel (Indignez-vous!): „Heute bin ich viele Jahre älter, als mein Vater gelebt hat. Mehr denn je scheint es mir nun notwendig, seine Botschaft weiter zu tragen. Jahr um Jahr kommt sie mir näher. Ohne sie, so erscheint es mir heute, können wir die bedrohliche, gefährliche, zerbrechliche Gesellschaft unserer Zeit nicht bewältigen. Aus der Erschütterung, die er nicht überlebte, trifft sein Lächeln mich tiefer als jeder Schrei.“

Franz Hessel formulierte eine eigene Botschaft speziell für die Berliner, denen er das Nachwort widmet: „Bisher wurde Berlin vielleicht wirklich nicht genug geliebt.“ Und er fordert seine Mitbürger auf: „Wir Berliner müssen unsere Stadt noch viel mehr – bewohnen“, was gar nicht so leicht sei „bei einer Stadt, die immerzu unterwegs, immer im Begriff ist, anders zu werden und nie in ihrem Gestern ausruht. … Wir wollen es [Berlin] … so lange anschauen, liebgewinnen und schön finden, bis es schön ist.“ Vielleicht wäre der Versuch, sich dieser Aufgabe anzunehmen, auch eine Form, das Gedenken an einen der vielen, die der Nationalsozialismus ins Exil und in den Tod trieb, wachzuhalten. Inspiriert von einem zauberhaften Buch, dessen Lektüre Vergänglichkeit ebenso wie die schönen Seiten vergangener Welten evoziert. Die Gegenwart birgt schließlich die Vergangenheit ebenso wie die Zukunft.

 
 

 

1. November 2011 20:26:29

… mutig: Alexis Sorbas soll nun abstimmen!

Vergleiche hinken. Dennoch: Einmal angenommen, der sich gerade konstituierende Berliner Senat würde beschließen, dass aufgrund der großen Schulden des Landes Berlin die Gehälter der Landesbediensteten um 15% gesenkt werden, dass ein großer Teil der Mittel für Soziales und Kultur gekürzt wird und dass sich die Preise für den ÖPNV deutlich erhöhen. Man nehme weiter an, dass der gleiche Senat diese Maßnahmen zum Gegenstand einer Volksabstimmung machen würde, an deren Ergebnis er sich gebunden fühlte. Man ahnt, was herauskommt.

Über die Einführung des Euro, der definitiv – Warenkorb hin oder her – zu einem Teuro geworden ist, wurde in Deutschland nie abgestimmt. Auch da ahnt man, zu welchem Votum das geführt hätte. De Facto hat die sich seit 1990 mit voller Wucht ausbreitende Globalisierung, die Produktivität und das Know how der deutschen Wirtschaft und die seit 1999 bestehende gemeinsame Währung für die deutschen Konzerne und Mittelständler, insbesondere im Export, durchaus positive Auswirkungen gebracht, aber welchen Preis haben das Gemeinwesen, die Beschäftigten, Arbeitslosen, Steuerbürger und Konsumenten in Deutschland dafür zahlen müssen? Zum Beispiel: Wachsende Staatsschulden, Klamme Kommunen, die ihre einfachsten Aufgaben kaum noch finanzieren können, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, stagnierende und viele Jahre sogar sinkende Reallöhne und – einkommen von Arbeitnehmern (Banker und Finanzmakler gehören dagegen zu den Gewinnern), Milliardenverluste, die durch das Agieren wildgewordener Banken, ja auch Landesbanken, entstanden sind, ein zurückgebliebenes Bildungssystem und eine ständig wachsende Kluft zwischen Arm und Reich hierzulande.

Griechenland ist gleichfalls Mitglied der Eurozone, hat aber größere Probleme, die inzwischen ganz Europa beschäftigen. Nun wird im tatsächlichen Mutterland der Demokratie das Volk abstimmen. Über das Sparprogramm seiner Regierung, über den Euro und letztlich über Europa. Erst protestierten und streikten die Griechen gegen die drastischen, wirtschaftlichen Einschränkungen und ihre Führung. Jetzt werden sie von der Regierung an die Wahlurne gerufen. Das Ergebnis der Abstimmung soll bindend für deren weiteres, politisches Handeln sein. Alexis Sorbas hat es in der Hand. Und was wird mit Lieschen Müller?

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

12. Oktober 2011 18:11:11

… Flughäfen: Ruhe sanft?!

Auszüge aus dem FTD-Artikel „Flugverbot erschüttert Airlines“ von heute: „Kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts hat ein Gerichtsurteil Deutschlands Fluglinien in Planungsnot gestürzt. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) entschied gestern, dass ab dem 21.Oktober am größten deutschen Flughafen in Frankfurt vorerst keine Nachtstarts und -landungen mehr erlaubt sind. Das Gericht urteilte zugunsten von Anwohnern, die wegen einer neuen Landebahn geklagt hatten, die an diesem Tag in Betrieb geht. Sie fürchten um ihre Nachtruhe.“ 

Weiter die FTD an anderer Stelle: Der Vorsitzende Richter Günter Apell: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum es diese Flüge in der Nacht geben muss und sie nicht auf den Tag verlegt werden können.“ Eine Grundsatzentscheidung zum Flugverbot, so die FTD, fällt das Bundesverwaltungsgericht frühestens im Frühjahr 2012. Das Urteil des VGH gilt bis dahin.

Berlin hat in den vergangenen Wochen und Monaten große Diskussionen und Unruhe zum Thema Fluglärm (Nachtfluglärm) erlebt. Die Frage erhebt sich, ob und inwieweit sich diese Gerichtsentscheidung auf die Planung und den vorgesehenen Betrieb des 2012 zu eröffnenden neuen Berliner Flughafens auswirkt?!

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

1. Oktober 2011 22:00:28

… zwei Welten: Mit Mao wieder daheim

Eigentlich habe ich am 27.9.11 nach dem elfstündigen Flug schon bei der Sicherheitskontrolle in Frankfurt/Main gemerkt, dass ich wieder zu Hause bin. Das Personal war nur halb so freundlich, zuvorkommend und schnell (man könnte auch professionell sagen), wie beim Abflug in Shanghai das chinesische. Mit geradezu beamtenhafter Lahmarschigkeit und Langeweile wurde die kofferbewehrte Menschenschlange im Flughafen von F. bearbeitet. Weil ich dann – jeder musste seinen Kunststoffkasten zur Ablage der persönlichen Sachen vor dem Scannen selbstverständlich selbst aufs Laufband stellen – den meinigen mit ein wenig Betonung aufs Band krachen liess, war ich selbstredend beim Köfferchenaufmachen mit dabei, denn: Strafe muss sein!

Der kurze Flug von F. nach Berlin eröffnete aber dann von oben ein lange vermisstes Bild: Ein klarer Himmel und ein weithin leuchtendes, nur von vereinzelt aufragenden Hochhäusern gestörtes Bild eines großen Gemeinwesens. Die vergleichsweise geradezu einsamen Hallen von Tegel entließen die Ankömmlinge in eine klare, etwas kühle, aber reine, deutsche Nachtluft. Die chinesische Luft (ob tags, ob nachts) empfindet man weniger sauber, sondern eher angefüllt mit Produkten, die vor allem aus menschlichem Tun stammen. Aber auch dort, wie in Deutschland, gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. In Peking, Xian, Chongqing ist anscheinend mehr drin, in Suzhou, Hangzhou, Nanjing und Shanghai weniger.

Zum Beispiel Chongqing, größte Stadt Chinas - ein Wald von Hochhäusern, nur wenige Deutsche kennen überhaupt ihren Namen. Hat ja auch nur 30 Millionen Einwohner. Der Straßenverkehr – ich würde ihn nicht mit Berlin vergleichen. Ganz andere Liga. Aber auch deshalb nicht, weil sich Autoinsassen nach einem Verkehrsunfall gern mal in die Wolle kriegen, also mit blutiger Nase und so. Passiert in Berlin eher nicht. Hier ist große Ruhe, Grün und Langsamkeit angesagt, also relativ gesehen. Aber auch langweilige, eintönige Architektur. Hätte nie geglaubt, dass Wolkenkratzer eine architektonische Schönheit aufweisen könnten. In Shanghai/Pudong ist es so. Wohnen möcht ich trotzdem dort nicht. Abends drei Stunden durch Shanghai gelaufen und in Nordchina den Drei-Schluchten-Staudamm besucht. Was man da sieht und erfährt, passt nicht mehr in einen kurzen Bericht.

Zurückgekommen in eine Stadt, die gerade gewählt hat. Natürlich richtig. Jeder bekommt das, was er braucht. Der Regierende wird weiterhin zufrieden aussehen – jedenfalls auf Fotos - und ab und zu mal eine Kulturidee haben. Die Grünen wollen jetzt - ganz unbedingt - regieren. Nur zu. Die Linke vielleicht richtige Opposition, das ist was für`s Herz. Und die CDU hat bis zum nächsten Jahr – Bundestagswahl - viel Zeit zu überlegen, was aus ihr wird, wenn sie 2013 auch im  Bund verliert - Der letzte Anhänger dieser Partei wird spätestens dann gemerkt haben, dass seine Währung nichts mehr taugt und sein Erspartes vielleicht auch weniger wert ist.

Zurückgekommen in eine Stadt, wo Freitag abends in Mitte Vernissagen-Gäste mit einem Glas Hochgeistigem die Bürgersteige verstopfen, wo vorwiegend junge Männer und Frauen Sonnenbrillen tragen, obwohl gar keine Sonne scheint, wo man ab und zu sogar schon mal ein E-Moped sieht und wo der schnorrende, polnische Punker am Bahnhof immer noch fidel aussieht, verglichen mit dem Bettler vor dem chinesischen Buddha-Tempel.  In Chinas Großstädten ist auch dies etwas anders: Abends treffen sich in den Parks der Stadt die 50-70 Jährigen zum gemeinschaftlichen Singen von Volksliedern und Liedern aus der Mao-Zeit. Die 30-50 Jährigen, vorwiegend Frauen, tanzen gemeinsam in  großen Pulks zu modernen oder weniger zeitgemäßen chinesischen Pop-Rhytmen. Meister des Thai-Chi üben selbstvergessen oder unterrichten Schüler. Und das E-Moped ist Massenverkehrsmittel.

Kleinkinder sieht man meist von vielen Erwachsenen umringt – die kleinen Buddhas werden verwöhnt.(Kleines Detail: In den Hosen der Sprösslinge ist vorn und hinten ein kleines Loch, für das schnelle Geschäft). In China gilt seit 1976 die sogenannte Ein-Kind-Politik – das Land hat aber, mit 1,3 Milliarden Einwohnern, schon jetzt zu tun. Wer mehr als ein Kind hat, muss zahlen. In Deutschland muss niemand zahlen, wenn in der Familie mehr als ein Kind heranwächst. Trotzdem entscheiden sich viele Deutsche auch nur für ein Kind. Letztlich eine kleine deutsch-chinesische Gemeinsamkeit.

Mao ist in China noch gegenwärtig, nicht nur als Mao-Bibel für die Touristen. Auch auf den Geldscheinen ist er präsent. Einer davon (10 Yuan=1,20 €) ist mit nach Berlin geflogen. Seit Monaten sinkt der Wert des Euro gegenüber dem Yuan. Apropos Geld. Die Chinesen, also der Staat, haben genug davon. Dollar, Euro. Um die drei Billionen Devisenreserven. China kauft seit Jahren US-amerikanische Staatsanleihen, seit kurzem auch europäische, stützt somit unseren Euro. (Viele Chinesen würden das Geld lieber im eigenen Land angelegt sehen, z.B. für Soziales und Umwelt). Außerdem sorgt der chinesische Markt dafür, dass der Absatz (u.a.) der deutschen Autoindustrie brummt und dort mehr verkauft wird als anderswo. Da aber Dankbarkeit eine sehr unökonomische Kategorie ist, werden die Amerikaner und Europäer etwas dafür geben müssen. Nicht nur Absatzmöglichkeiten für chinesische Produkte. Ein teures, technisches Museum haben wir auch noch besucht. Die deutsche Magnetschwebebahn (21 km) fährt mit 430 km/h zum Flughafen Shanghai. Keiner braucht sie, keiner kauft sie. Die Chinesen bauen von Peking nach Shanghai aber ihren eigenen, schnellen Zug. Quo Vadis Europa?

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

31. August 2011 21:12:14

… Steckbrief: Lautlos wie 007

Es hat seinen Siegeszug gerade begonnen. Man trifft es – selbst in Berlin – noch selten, zahlenmäßig nicht vergleichbar mit seiner lärmenden Verwandtschaft, aber es entwickelt sich. - Lautlos und elegant wie ein Indianer bewegte sich gestern das Elektromoped in der Nebenstraße an mir vorüber – bestückt mit einem etwas hochnäsigen Fahrer, der mir seine Antworten im Abfahren zuwarf. – ELMOTO hieß das Ding, kostet um die 4.600 € und fährt mit einer Akkuladung ca. 60-70 km weit. Die Reichweite ist noch nicht befriedigend, der Preis zu hoch, aber es hat begonnen. Irgendwann wird man bessere Akkus mit einer höheren Speicherkapazität bauen, die Reichweite und die Anzahl der Ladestationen werden zunehmen. Damit wird es für einen größeren Kreis von potentiellen Käufern interessanter und aufgrund höherer Produktionszahlen werden auch die Kosten und Preise sinken. Die kleinen E-Mopeds oder E-Fahrräder, aber auch die E-Autos werden unsere Ohren sowie die Umwelt schonen und vielleicht sogar unsere Abhängigkeit vom Import-Öl etwas verringern. In Berlin – auch in Deutschland insgesamt gibt es Veränderungen - krempelt sich die Verkehrsstruktur sowieso um, der Beginn ist bereits eingeklingelt. Mehr und mehr Fahrradfahrer sind im Straßenbild zu sehen. Die Erweiterung bestehender oder der Bau neuer Radwege hinkt hier dem Bedarf und den Prioritäten jedoch hinterher. Kleines Beispiel: Während man endlos über den Umbau der Kastanienallee diskutiert, ist der Radweg in der vielbefahrenen Schönhauser Allee bereits völlig überlastet und dringend erneuerungsbedürftig. Der öffentliche Personennahverkehr wird, wenn auch mit Kostendruck, bleiben und die privaten, kleinen, wendigen, parkplatzsparenden Verkehrsmittel werden für die Großstadt weiter an Bedeutung gewinnen. Und eines Tages werden diese lautlosen, elektrischen Mobile nicht mehr nur von Technik-Freaks, Angebern oder von denen, die es sich finanziell einfach leisten können, gefahren: Das Jahrzehnt der elektrisch angetriebenen Mobile ist gerade angebrochen und wir werden dabei sein! Auf die Stille in den Straßen müssen wir allerdings noch ein Weilchen warten.

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 

8. August 2011 08:50:02

… neu: Schwejk am Helmholtzplatz oder Wahlen in Berlin

Der diesjährige, lausige Sommer hatte vorgestern in der Stadt nochmal einen erfreulichen Auftritt, denn die Sonne schien kräftig und alles strömte ins Grüne. Wenn die Geburtenrate in Deutschland immer weiter sinkt, so geht das zwar auch am Prenzlauer Berg nicht spurlos vorüber, aber aufgrund der Altersstruktur ist die absolute Zahl der Kinder hoch. Auf dem Helmholtzplatz herrschte daher am Sonnabend sehr reges Treiben. Kinder spielten, Erwachsene unterhielten sich über die Fortschritte ihrer Kleinen, die Erziehung im Allgemeinen und vergaßen beim Leeren einer „Rivella“ – die ein bayrischer Comedian nicht werbemüde wird, als das Nonplusultra der Erfrischungsgetränke anzupreisen – auch nicht, besondere Kinder-Fahrradanhänger, die nicht unter 500 € über den Ladentisch gehen, zu bemerken.

Eher unbemerkt, obwohl farbig, sind die mittlerweile überall herumhängenden Wahlplakate der Parteien, denn der Inhalt ist – wie immer – mager. Die Grünen machen es sich ganz einfach, bieten jedem etwas und versprechen die Schaffung einer Menge von Arbeitsplätzen, die Rot-Rot nicht erreichte, nun einfach selbst. Über CDU und FDP braucht man in Berlin nicht zu reden – beide sind so gut wie scheintot. „Berlin verstehen“ steht unter dem SPD-Plakat. Das in den vergangenen Monaten festzustellende Zurückweichen, Herumeiern, Verschleiern, die Konzeptionslosigkeit, vor allem aber die Ergebnisse des Senats bei wesentlichen Problemen für die Stadt Berlin, nämlich Beschäftigung, Wohnen, Flughäfen, S-Bahn, Kosten/Dauer von Bauvorhaben und Wasserverträge lässt an der Losung zweifeln und wird wohl dazu führen, dass SPD/Linke Stimmen und die Mehrheit verlieren. (Hinzu kommt, dass die Bürger des Landes Berlin – wie die Deutschen insgesamt – zunehmend die Lasten von Banken- und Finanzkrisen, aber auch sinnloser militärischer Auslandsmissionen zu tragen haben). Zu welchen Ergebnissen hingegen das Gedankengut der Rechten und einiger strammkonservativer „wahrer Europäer“ führen kann, hat der Massenmord von Oslo, der auf ein gedeihliches und friedliches Zusammenleben von Menschen zielte, gezeigt.

Abseits demokratischer Parteien ist zukünftig der verantwortungsbewusste und aktive Bürger gefragt, wichtige Belange der Gemeinschaft bzw. Gesellschaft mehr und mehr selbst in die Hand nehmen. Da es aber nun vorläufig noch so ist, dass der Amtsgaul zwar gut wiehert, frisst und verdaut, aber nicht so richtig zieht, wäre die sofortige Einführung einer Amtshaftung für Regierung und Verwaltungen durchaus angebracht.

Was nun Schwejk, den Trottel, eigentlich aber unsterblichen Helden, aus dem berühmten Roman des Jaroslav Hasek, betrifft, hat der - neben Karel Gott-Fotos, der Biene Maja, dem Maulwurf aus dem Zeichentrickfilm, dem Becherovka – und anderen tschechoslowakischen Spezialitäten, unweit des Helmholtzplatzes eine neue Heimstatt gefunden. Genehmigt man sich nämlich in der Schliemannstraße 38 ein Bier der äußerst wohlschmeckenden Sorte „Svijany“ vom Fass, so erscheint selbst die bevorstehende Berliner Wahl kurzzeitig in einem ganz anderen, bernsteinfarbenen Licht.

 
 

Autor:

Jürgen Pahl

 
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