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7. Juni 2009 17:53:23

… eine Stadt des Designs: DMY – Youngster-Show

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Die Youngsters wirtschafteten in den letzten Jahren besser als die ehemalige Mutterveranstaltung „Design Mai“. Deshalb sind von den vielen Veranstaltungen, die früher in der ganzen Stadt verteilt waren nur noch die unter dem Lable „DMY“ (Design May Youngsters) übriggeblieben. Ich war zur Eröffnung des Festivals in der Arena und sah viele schöne Ideen und Umsetzungen. Für mich ist diese Show ein Trendbarometer für Themen, die Nachwuchsdesigner/innen interessieren.

Meine Einschätzung: Das ganze elende Thema das sich mit der Tag-Cloud „Heimat, Behaglichkeit, Hirschgeweih, Kitsch, Klitzer, Schnitzel“ zusammenfassen lässt ist endlich durch. Allein das werte ich als großen Schritt in die richtige Richtung, denn jetzt werden die Augen wieder nach vorne gerichtet. Ins Blickfeld geraten Materialien, die oft aus den technischen Bereichen kommen, wie zum Beispiel … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

6. Juni 2009 20:34:18

… ein winziger Teil der Welt: HOME

Landwirtschaft in der Wüste von Saudiarabien.

Auf YouTube wird derzeit ein Film promotet, mit dem inhaltlichen Fokus auf den Kreislauf des Wassers und der Umformung von Energie auf unserem Heimatplaneten. In „HOME“ von Yann Arthus-Bertrand werden einige physikalische Grundgesetze emotional aufgeladen und als Basisbewusstsein des Umweltschutzes vermittelt. So zum Beispiel, dass jeder Tropfen Wasser eine endlose Geschichte hinter sich hat. Die selben Wassermoleküle, die wir heute trinken oder durchs Klo spülen wurden schon von den Dinosauriern getrunken und ausgeschieden und künftige Lebensformen werden wieder die gleichen Moleküle durch ihre Körper fließen lassen. Ganz einfach deshalb, weil die physikalische Menge der Wassermoleküle immer die selbe bleibt – immer in den drei Aggregatzuständen Wasser, Dampf oder Eis. Alles auf der Erde ist miteinander verbunden und alle Energie kommt ursprünglich von der Sonne.
Der Film zeigt beeindruckende Bilder, begleitet von einem gesprochenen Vortrag, der mit statistischen Zahlen durchsetzt ist und uns nahelegt, … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

Kategorie:

Alltägliches | Kino

 

4. Juni 2009 10:15:41

… überblickend: Europa und seine politischen Organe

Am Wochenende sind rund 375 Mio Wahlberechtigte aufgerufen, ein neuen EU-Parlament zu wählen. Dieser kleine Animationsfilm schafft einen gewissen Überblick, welche Aufgaben die Abgeordneten im EU-Parlament überhaupt haben und wie sie sich organisieren. Es kann nicht schaden, die leicht verwirrenden Begrifflichkeiten etwas sortiert zu bekommen. Die Wiener Agentur instant hat es produziert.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

Kategorie:

Europa | Politik

 

22. Mai 2009 21:05:48

… inspiriert: auf der TYPO Berlin 2009 »SPACE«

Im Moment läuft die 14. Internationale Designkonferenz TYPO Berlin 2009, die sich in diesem Jahr dem Thema »SPACE« widmet. (studio adhoc macht auch in diesem Jahr das gesamte Design für den Event, vom Logo, über die Website bis hin zu Konferenztaschen und dem Bühnebild, einschließlich Intro-Trailer usw.) Heute Abend habe ich im Vortrag von Mario Lombardo zwei Sachen gehört, die mir – so habe ich jedenfalls gerade das Gefühl – wichtig werden. 1. „Wenn wir das deutsche Grafikdesign voran bringen wollen, dann geht das nur über Autorenschaft.“ 2. (als Motto und Vorsatz:) „Leidenschaft, Bedeutung, Intelligenz“.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

8. Mai 2009 14:52:07

… Ghosted. Ein Film von Monika Treut

> Link zum Trailer

Facettenreicher Tod: Am beeindruckendsten sind die Bilder. Ganz subtil, zwischen die Schichten des Realen geschoben, ungemein präsent und gleichsam transparent: die Geister, die Wesen aus der Zwischenwelt. Nicht die kalten Hände des Todes »begeistern«.»Ghosted« heißt der Film über die Wünsche und Träume, die bleiben, wenn ein Mensch stirbt.
Monika Treut erzählt in ihrer deutsch-taiwanesischen Koproduktion – ihr zehnter Beitrag für das Berlinale Panorama übrigens – eine Geschichte in Hamburg und Taipeh. Ai-ling (Huan-Ru Ke) macht sich auf die Suche nach ihrem mythenumwobenen Vater. Sie glaubt, dies sei nicht der Mann auf dem Foto neben ihrer Mutter, sondern ihr Onkel Chen Fu (Jack Kao), Restaurantbesitzer in Hamburg. Dort, hofft Ai-ling, kann sie das Rätsel ihrer Herkunft lösen. Und dort verliebt sie sich in die Videokünstlerin Sophie Schmitt (Inga Busch). Doch die Romanze ist von kurzer Dauer. Ai-ling kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. Sophie reist nach Taiwan, auf den Spuren der Frau, zu der ihre Liebe erwacht, als sie schon nicht mehr lebt. Mei-li (Ting-Ting Hu), ebenso jung, schön und geheimnisvoll wie Ai-ling, heftet sich an Sophies Fersen. Geradezu obsessiv muss sie in ihrer Nähe bleiben. Und folgt ihr: bis nach Hamburg.
Eine verworren-intensive Geschichte mit fantastischen Bildern (Kamera: Bernd Meiners) – aus der konkret-wirklichen Welt und erträumt.
Ghosted“ läuft derzeit in folgenden Filmtheatern: Eiszeit, Hackesche Höfe, Xenon, Neue Kant Kinos
(First published in ND, 11. Februar 2009)

 
 
 

28. April 2009 10:55:51

… riskant, kaputt und schön

Vor allem aber ist Berlin immer noch Techno Capital, Raver Passion, Highlight auf der Reiseroute des Easyjetset.
Tobias Rapp, bis vor kurzem Musikredakteur der taz, jetzt Popredakteur beim Spiegel, schreibt darüber in „Lost and Sound“, 2009 erschienen bei Suhrkamp. Und er schreibt informiert und engagiert. Clubber und (Ex-)Partygänger, Neugierige und Voyeure, stadtsoziologisch Interessierte und Freunde der Musik(szene) dürften das Publikum sein, das mit Rapp dem Beat der Clubmeile, die nicht Clubmeile heißen will, im künftigen Mediaspress von Kreuzberg und Friedrichshain folgt, virtuell Tage und Nächte im Berghain, Watergate, der Bar 25, ex- und wieder Tresor und anderen angesagten Locations durchfeiert „bis die Haare leuchten“. Die Woche beginnt mittwochs und endet montags. Was dazwischen passiert und wo man sich dazwischen bewegt steht bei Rapp. Dabei ist „Lost and Sound“ Hommage und Faktenreport über die „Tempel des Techno“, die „Restrealität“ und das „posteuphorische High“, das „Leben im Loop“ und die „temporär autonomen Zonen“. Mit Portraits verschiedener DJs und Clubbesitzer und – last but not least – Plattentipps ist das eine schöne „kleine Geschichte des Berliner Sounds der nuller Jahre“.
Gewiss: Hingehen, Eintauchen, Auftauchen, Sich Bewegen im Minimal, Electro, House, Trance und Afterhour Beat ist vermutlich Option A. Aber weil „Popkulturen Sehnsuchtskulturen sind“, ist Lesen darüber keine schlechte Option B. Wenn man beides will, bliebe der zur Lektüre der clubfreie Dienstag. So oder so: Hier sind 265 unterhaltsame Taschenbuchseiten, umhüllt von einem pinkfarbenen Cover für Fans. Damit lässt sich in sonnigen oder schattigen Sommerstunden am Ufer von Spree oder Landwehrkanal bestens

 
 

Kategorie:

Fotografie | Gesellschaft | Musik

 

19. April 2009 17:58:15

… gefördert: Designkritisches Schreiben wird prämiert

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Seit einigen Jahren gibt es den sehr bemerkenswerten bf-Preis, mit dem das Erarbeiten von designkritischen Texten gefördert wird. Junge Gestalter aller Designrichtungen sind aufgefordert, Texte einzureichen, zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen des Designs. Die Themen können dabei frei gewählt werden.

Mit dem Preis sollen Design-Studierende und -Absolventen gefördert werden, deren Texte einen inhaltlichen und stilistischen Beitrag zu einem Design-Diskurs leisten, indem sie

  • ein tieferes Verständnis der Disziplin Design innerhalb des Fachs und der Öffentlichkeit herstellen helfen,
  • ein akutes Problemfeld wirklichkeitsnah und verständlich darstellen,
  • die Beziehung von Design und Gesellschaft in Gegenwart oder Zukunft untersuchen und ausleuchten,
  • einer brisanten Fragestellung couragiert und inspirierend nachgehen.

Die Arbeit des Preisträgers wird im Schweizer Niggli-Verlag als eigenständiges Buch in der 2006 initiierten Reihe »bf-preis. Designkritische Texte« veröffentlicht.

Ist doch super! Also mitmachen!

 
 

Autor:

Magnus Hengge

Kategorie:

Alltägliches

 

19. April 2009 17:22:40

… auf der Straße: Demo gegen die geplante Verlängerung der A100

Verschiedene Gruppen riefen auf, gegen die geplante Verlängerung der A100 vom Kreuz Neukölln zum S-Bahnhof Treptow zu demonstrieren. Noch bis zum 23. April kann außerdem ordentlich Einspruch erhoben werden. Wie man diesen Einspruch abgibt, steht auf der Website der Bürgerinitiative. Tatsächlich erscheint dieses Vorhaben recht sinnlos und ich hoffe, es wird verhindert.

Ich kann nachvollziehen, dass es verkehrspolitisch angebracht wäre, die A100 nach Osten über die Spree zu verlängern. Durch den bisher merkwürdig abknickenden Verlauf am Kreuz Neukölln nach Süden, ohne effektive Anbindung über Köpenick nach Friedrichshain bzw. Lichtenberg erscheint die Autobahn nicht als Alternative im Ost-West-Verkehr. Deshalb ist die Skalitzer Straße mit der Oberbaumbrücke und ebenso die Elsenstraßenbrücke enorm belastet.

Eine wirklich sinnvolle Alternative (nur verkehrspolitisch betrachtet und ungeachtet der Verluste) wäre es, … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

17. April 2009 23:02:45

… religiös bedenklich: Günter Jauch und andere Promis liegen freilich voll daneben

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Lassen Sie sich nicht kirre machen!

Selbst mein im Allgemeinen sehr lebenskompetenter Nachbar, war von der Flut der freiheitlichen Plakatbotschaften im Berliner Stadtbild verwirrt. Was ist denn nun freiwillig, oder soll freiwillig werden? Was bedeutet freie Wahl? Was meinen die mit Pflicht, Wahlpflicht oder freiwilligem nebeneinander? Wer ist eigentlich wer und will was genau? Was bedeutet es mit Ja zu stimmen und was mit Nein?

Die Initiative Pro Reli hat es wirklich geschafft, die Stadt und ihre Bürger/innen mit einem Thema den Kopf zu verdrehen, das zum Glück bisher eher randständig war und es sicher nach dem 26. April auch wieder sein wird. Sie haben es fertig gebracht, genug Unterschriften zu sammeln, um die Berliner Gesamtgesellschaft zu einem Volksentscheid an die Urnen zu nötigen, um darüber abzustimmen, wie genau eine Detailregelung im Lehrplan der Berliner Schulen gestaltet werden soll.

Also, worum geht es eigentlich: Bisher wird in Berlin (anders und fortschrittlicher als in anderen Bundesländern) für alle Schulkinder ein Fach „Ethik“ gegeben, in dem die für alle Bürger gemeinsam geltenden Werte ihres Gemeinwesens gelehrt werden. In diesem Fach findet eine „Werteerziehung“ statt, die dazu führen soll, das alle zu mündigen und partizipierenden Mitgliedern der demokratischen Gesellschaft werden (können). Wie sollte man etwas dagegen haben (können)? (Siehe Artikel in der Süddeutschen Zeitung.)

Weil dieser Ethikunterricht für alle Kinder ein Pflichtfach ist und der konfessionelle Religionsunterricht an Berliner Schulen hingegen nur freiwillig und zusätzlich besucht werden kann, versuchen nun einige religiöse Gruppen (nicht alle!) den Religionsunterricht als gleichwertige Alternative zum Ethikunterricht zu positionieren. Die von ihnen gewünschte Regelung sieht die sogenannte „Wahlpflicht“ vor, wobei sich dann jedes Kind entscheiden müsste, ob es Ethik oder einen konfessionellen Religionsunterricht besuchen will. Tatsächlich werden natürlich die Eltern für die Kinder entscheiden, weshalb der Begriff „freie Wahl“, der nun überall auf den Plakaten von Pro Reli zu lesen ist, den Kindern wie Hohn in den Ohren klingen muss. „Freie Wahl“ im Sinne von Pro Reli bedeutet also, dass Eltern ihren Kindern vorschreiben werden, dass sie gefälligst den Glaubensunterricht über sich ergehen lassen, der den Glauben der Eltern lehrt. Das nennt Pro Reli dann Wertevermittlung und Klärung der eigenen Wurzeln.

Es ist das Ziel der religiösen Lobbyarbeit, uns allen einzureden, dass der Ethikunterricht in Opposition zum Religionsunterricht stehe. Ethikunterricht soll als Unterricht gegen Religionszugehörigkeit positioniert werden und man will uns glauben machen, dass sich darin eine intolerante Haltung des Staates gegenüber Religionen vermittle. Das ist natürlich gänzlich unwahr und genau das Gegenteil ist der richtig. Im Fach Ethik werden die demokratischen Grundwerte des Zusammenlebens vermittelt, so dass ein Tolerantes und respektables Miteinander und interkulturelles Verständnis möglich wird.

Man gehe also bitte den Konfessionellen mit ihrem „freie-Wahl-Gequatsche“ nicht auf den Leim:

Mit Ja stimmen bedeutet, man ist auf der Seite der Religiösen und will die Wahlpflicht zwischen konfessionellem Unterricht und Ethik einführen, was dazu führt, dass nicht mehr alle Kinder die für alle Staatsbürger gemeinsam geltenden Werte ihres Gemeinwesens gelehrt bekommen.
Mit Nein stimmen bedeutet, man ist auf der Seite der Demokraten und will an der bestehenden Regelung des Ethikunterichts für alle Kinder plus freiwilligem, zusätzlichen Kofessionsunterricht festhalten.

Die Ja-Stimme führt also dazu, dass der auch jetzt schon stattfindende Bekenntnisunterricht … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 
 
 
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