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25. Mai 2008 18:05:36

… voll mit netten Ideen: DMY, das Nachwuchs-Design-Festival

Leuchten aus PET-Flaschen
Leuchten aus PET-Flaschen

Es gibt einen ganz klaren und erfreulichen Trend im Design auf dem DMY-Festival: der Fokus liegt auf Ideen, Umnutzungskonzepte und Spaßhaben und geht weg von der puren Form, dem ausgefeilten Produkt, dem Luxus. Ein Rundgang über die Messe in der Arena (Treptow) macht richtig Freude und ist ungemein inspirierend. Noch schnell hingehen. Nur noch heute!

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Autor:

Magnus Hengge

 

18. Mai 2008 20:12:58

… reine über Kopf Vernunft: Anna und Bernhard Blume im Hamburger Bahnhof

Anna und Bernhard Blume
Abstrakte Kunst

Ach ist das schön! Vertrauen in die essentielle Wichtigkeit des Sinnlosen. Komik als Inspirationsquelle für den Intellekt. „Das interesselose Wohlgefallen am Schönen, ist lediglich eine psychogymnastische Freiübung unseres Gemüts.“ Die in einem kritischen Ton benannten Thesen von Anna und Bernhard Blume scheinen durch ihre Arbeiten gerade gegenteilig bestätigt zu werden. Es ist eine riskant akrobatische und befreiende Übung, die in akkurat mürrischer Steifheit von den dargestellten Kleinbürgern ausgeführt wird. Es sieht aus als hätte Turnvater Jahn mit El Lissitzky und Kurt Schwitters einen Plan zur Kinetisierung des frühmodernen Menschen entworfen, der nun von dem Künstlerpaar zu Fotos getanzt wird. Der eckige Proto-Mann im karrierten Jacket und die knubbelige Proto-Frau im ornamentalen Blumenkleid fallen samt mentaler Einrichtung durch die von Rollenbildern und gesellschaftlichen Normen geordnete Welt. Es ist eine deutsche Bürgerwelt in der die beiden Blume(n)-Menschen ihre duften Fragen aus der Vase auf dem Wohnzimmerbeistelltischchen heraus in den cerebralen Hohlraum versprühen. Fragen nach … … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

18. Mai 2008 18:33:35

… im Mai: Fraktal-Design auf der Spree

Blütenstaub im Kupfergraben

Bei den Frühlingstemperaturen kann man ja sehr gut zu Fuß von nächtlichen Unternehmungen aller Art nach Hause gehen. Bei so einem Spaziergang kam ich an der Spree nahe der oberen Schleuse an der Museumsinsel längs, wo sich ganz eigentümliche Strukturen auf der Wasseroberfläche gebildet hatten. Auf dem nachts fast ganz ruhigen Wasser bildeten sich Formen aus Blütenstaub und abgefallenen Blütenblättern (Vermutung), die machmal an Schriftzeichen oder kleine Figuren erinnerten. Ein fraktal poetischer Moment, der sich leider mit meiner kleinen Digitalkamera ganz schlecht einfangen ließ (siehe oben). Aber vermutlich … … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

Kategorie:

Alltägliches

 

2. Mai 2008 18:33:50

… verwirrend und vorbei: 1 Mai 2008, Tag der was eigentlich?

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Das Geschehen in Kreuzberg rund um den 1. Mai ist schon recht verwirrend. Zunächst wurde man von einem dumpfen Grollen aus dem Bett geworfen und der erste verschlafene Interpretationsversuch des Lärms ging wohl bei den meisten dahingehend, dass ein paar aufgeweckte, mit Trommeln versehene Demonstranten einen Überraschungs-Coup gelandet haben könnten – doch weit gefehlt: Die Verdianer zeigten den Berlinern schon früh am Morgen, was für aufgedonnerte Motorräder sie sich leisten können; eine schicke chromblitzende Maschine nach der anderen. In den Vorjahren zeigten sie einem ja gerne, was für neue Mittelklassewagen sie gerade gekauft hatten. Verdi wollte bestimmt die gewerkschaftsinternen Mitbestimmungsrechte der Motorradfahrer mal gebührend würdigen. Diejenigen, die den Donnerzug betrachten und hören konnten, durften beim Anblick der motorisierten Schlachtrösser darüber nachdenken, warum die Preise für öffentliche Dienstleistungen (genannt Gebühren) … … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

27. April 2008 19:12:52

… zyklisch moderner Jazz: [EM] im A-Trane

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[EM]: Was für ein Name? Zumal für ein Trio. Doch man erkennt daran gleich, dieses Trio versteht sich konzeptionell als Band. Überhaupt wird in dieser Band vieles konzeptioniert: Die drei Musiker, Michael Wollny (Piano), Eva Kruse (Bass) und Eric Schaefer (Drums) sind alle nicht nur hervoragende Musiker, sondern auch Komponisten, die in der Regel gleich ganze Werkzyklen erarbeiten. Zyklen z.B. zur Frühromantik oder zum japanischen Horrorfilm, die auf durchnummerierten Konzeptalben ([EM] 1, [EM] 2, [EM] 3) veröffentlicht werden. Auch daran erkennt man wie geordnet und planvoll hier modern Jazz gebaut, gelebt, improvisiert und inszeniert wird. Wirklich verblüffend ist dann aber, dass bei so viel intellektuellem Zugang kein verkopftes Gefrickel entsteht, sondern ganz im Gegenteil, sehr gefühlvoll und zugänglich musiziert wird. Neben experimentellen und geräuschvollen (oder besser geräuschreichen) Passagen erklingen ganz einfache sparsame Melodien und wunderbar strahlende Harmonien. Zusammen wird das wirklich schön: emotional, melancholisch, interessant, impulsiv, verträumt und nie langweilig. Das Konzert im A-Trane war (besonders im ersten Set) ein sehr eindrucksvoller Abend.

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

24. April 2008 23:45:22

… BB5: Re-Arts aller Länder vereinigt euch im Tagesprogramm der Berlin Biennale

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Blick in den Ausstellungsraum der Neuen Nationalgalerie während der Berlin Biennale 5

Was ist eigentlich los mit den Künstler/innen, die bei den Berlin Biennale Ausstellungen gezeigt werden? Wo ist das Interesse für die Gegenwart? Fast alle schauen nach hinten in die Geschichte von Orten, lesen verdeckte Spuren und machen diese für heutige Augen wieder sichtbar. Das mag ganz interessant sein, aber wohl besonders für Leute, die die (eigene) Geschichte als etwas ganz neues begreifen, um sie dann als Geschichten zu erzählen und aufzunehmen. Geschichte wird so zu Mythen umgebaut und auf dieser Ebene ist das Material der Vergangenheit für Künstler attraktiv und zugänglich. Die offizielle Geschichtsschreibung ist eben immer ein selektiver, kulturell geprägter Akt der Interpretation und eine Konstruktion der nachkommenden Generationen. Geschichtsschreibung ist somit eine kreative Leistung, sie hat Werkcharakter und drum machen sich verstärkt immer mehr Künstler ans Werk. Die beiden Kuratoren der Biennale 5 Adam Szymczyk und Elena Filipovic setzen voll auf diese aktuelle Richtung der nach hinten gerichteten, (regressiven?) Kunst, und sparen Künstler, die aus sich heraus (progressiv?) arbeiten, ziemlich konsequent aus.

Die Folgen? Bei der Pressekonferenz zur 68-Ausstellung in der Akademie der Künste hörte ich, wie ein Journalist seine Kollegin fragte: „Und, die Biennale gut überstanden?“ Ihre Antwort: „Schnell wieder vergessen!“ Das ist merkwürdig. Die Künstler stemmen sich gegen (das eigene) Vergessen und die Journalisten vergessen sie gerade deshalb möglichst schnell. Vielleicht liegt es daran, dass … … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

19. April 2008 19:08:45

… was Schülertheater sein kann: Kasimir und Karoline an der Waldorfschule Kreuzberg

kasimirundkaroline.jpg
Anna Drexler und Frederik Schmid als Karoline und Kasimir

Schülertheater muss ja eigentlich nicht durch inszenatorische Geniestreiche oder besondere Einzelleistungen der „Schauspieler“ überzeugen, sondern man freut sich als verwandter oder bekannter Zuschauer einfach über die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligter und sieht fast ein bisschen mit Schrecken, mit welch großen Schritten sich die Kleinen von gestern zu den Großen von heute entwickelt haben. Jetzt läuft in der Waldorfschule Kreuzberg allerdings ein Stück, bei dem noch echtes Erstaunen über die wirklich sehr aktuelle und überaus ideenreiche Inszenierung hinzukommt. Diese Zwölftklässler spielen da richtiges Theater, bringen exakt herausgearbeitete Charaktere auf die Bühne und machen (bzw. haben) richtig Spaß. Über kleine Wackler im Ablauf und kurze Texthänger ist da absolut hinwegzusehen – ich kann mich an nichts derartiges erinnern!

Die Schüler suchten sich selbst das Volkstück Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horwárt aus, das sie in Regie von Josefine Wüst und mit aktiver Unterstützung der Schauspielerin Bettina Drexler (selbst „Waldorfmutter“) zur Inszenierung erarbeiteten. Dabei sind dem Team eine ganze Reihe guter Einfälle und Aktualisierungen gelungen, die dem jugendlichen Naturell der Akteure sehr entsprechen. So gibt es … … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

 

18. April 2008 09:50:59

… Kampagnen-Startplatz: Biosprit macht Hunger

Biosprit macht Hunger
Kampagnenstart vor der Haustür

Überall sind die 68er das große Thema: Die Akademie der Künste macht eine ausgedehnte Reihe zu der Zeit, in der so viele ihrer Mitglieder sozialisiert wurden, das arte-TV-Programm quillt über mit Berichten von jedem, der damals eine Kamera halten konnte und die überigen Sender treten die sogenannte damalige „sexuelle Revolution“ platt. Sex sells. Eine zentrale Frage von allen Strömungen und Bewegungen damals: Lässt sich das Politische mit dem Privaten verbinden? Eine Frage, an der seit den Sechzigern immernoch herumlaboriert wird. Wenn jetzt so oft die Frage nach den Folgen und der Relevanz der 68er gefragt wird, dann sehe ich ihre Einflüsse besonders in der Selbstverständlichkeit der Forderung nach Selbstbestimmung und der Haltung des zivilen Ungehorsams gegenüber gesellschaftlichen Zuständen, die der Einzelne nicht hinnehmen möchte. Beides spielt sich in unserer inzwischen sehr individualisierten Gesellschaft vor allem im Privaten ab, doch gerade die vielen, zum Teil sehr spezialisierten, Bürger- und Menschenrechtsbewegungen verbinden das Politische und Private ganz bewusst öffentlich. Eine Bewegung, die sich sogar aus einem hedonistischen Impuls heraus unterstützen lässt, ist die Fair Trade Bewegung. Hier fließt Shopping-Lust und reines Gewissen … … Weiterlesen

 
 

Autor:

Magnus Hengge

Kategorie:

Alltägliches

 
 
 
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