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08.01.2008 17:50:24

... kurz vor der Aktualisierung: Weiter wie bisher mit neuem RSS-Feed

 
Nach mehr als einem Jahr, haben wir uns entschieden Berlin-ist.de mit einer anderen Software weiterzubetreiben. Bisher haben wir es mit unserem eigenen von studio adhoc entwickelten CMS "adhocCo" erstellt und zukünftig werden wir (wie fast alle anderen auch) mit WordPress weitermachen. Die Verbindungen zur übrigen Wb 2.0-Welt sind einfach umfassender.

Es bleibt eigentlich alles beim Alten nur die Adresse für das RSS-Feed ändert sich. Zukünftig heißt sie:
http://www.berlin-ist.de/index.php/feed/
Unter der alten Adresse werden wir einen RSS-Redirect einbauen, der aber vermutlich bei einigen RSS-Readern leider nicht funktionieren wird.

Ich hoffe, ihr werdet uns auch weiterhin regelmäßig besuchen, denn wir machen mit ungebrochenem Elan weiter. Für das Jahr 2008 haben wir auch noch einige Entwicklungen geplant, aber dazu ein ander Mal mehr.
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

Kategorie: 

Internet

 

24.12.2007 15:29:28

... romantisch: Keinohrhasen im Kino

 


Zu Weihnachten noch was Nettes: Keinohrhasen von und mit Till Schweiger nebst Nora Tschirner und haufenweise deutschen Promis.
Das Beste ist die Anfangssequenz: Jürgen Vogel spielt sich selbst und gibt sein erstes großes Interview nach einer umfassenden Schönheitsoperation. Ex-Haifisch-Gebiss-Vogel strahlt bis hinter beide Ohren mit nagelneuen Blendbeissern, aufgebauten Wangenknochen, blonden Haarimplantaten und einer völlig überzogenen JetSet-Bräune den "New positive Spirit" aus, der sich in etwa so zusammenfassen lässt. Sieht der Körper erst mal super aus, kommt die gute Laune und die Lebensfreude ganz von selbst hinterher. Til Schweiger als Klatschreporter Ludo ...
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

Kategorie: 

Kino

 ganz Berlin

 

22.12.2007 19:56:20

... durchtrieben: Room Service mit Kurt Krömer an der Schaubühne

 


Hier wird beleidigt, angepisst, bespuckt, angeschissen, in den Arsch gefickt: das ist die Punk-Ebene. Es wird gestolpert, mit Türen geschlagen, betrunken getaumelt, mit Essen geworfen und es werden Stereotypen bedient: Das ist die Boulevard-Ebene. Es wird live musiziert, gesungen und getanzt: Das ist die Show-Ebene. Es werden politische Anspielungen gemacht, Amerika krank gefunden und der Blick in ein unteres soziales Millieu gelenkt: Das ist die typische Schaubühnen-Ebene. Das Stück wird mehrmals gebrochen, dekonstruiert und ausgesetzt: Das ist die Strukturelle Ebene. Es werden reichlich Anspielungen gegenüber Kritikern, anderen Regisseuren und Schauspieler gemacht: Das ist die ganz private Ostermeier-Ebene.

Punk-Ebene: ziemlich krachig.
Boulevard-Ebene: können Boulevard-Theater besser.
Show-Ebene: kümmerlich bis jämmerlich (mit Ausnahme der Musiker).
Politische Ebene: ungelenk, zu berechenbar, aber notwendig.
Strukturelle Ebene: ganz interessant.
Ostermeier-Ebene: für mich unverständlich aber vermutlich die sinnstiftende Ebene für den Regisseur.

Aber was ist eigentlich die inhaltliche Ebene der Broadwayklamotte „Room Service“ von John Murray und Allen Boretz aus dem Jahr 1937. Der Produzent Gordon Miller (Kurt Krömer) sucht verzweifelt ...
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

17.12.2007 18:42:17

... hinterleuchtet: Jeff Wall in der Deutschen Guggenheim

Ein Jeff Wall hinterleuchtet an einer Wand. So gehört sich das.

 
Die Kunstmanager von der Deutschen Bank wollten mit der Ausstellung „Jeff Wall – Belichtungen“ einen großen Coup landen. Er wurde beauftragt eine neue Ausstellung für die Deutsche Guggenheim zu errichten und ich bin mir sicher, man rechnete mit großen inszenierten Werken, auf denen mit schonungsloser Gewalt oder zumindest Offenheit nicht gegeizt wird.
Doch Jeff Wall machte eine völlig andere Ausstellung. Die Irritation kann man den Verantwortlichen bei den Eröffnungsreden (Video) anmerken.
Diese Ausstellung ist ganz ruhig, zurückgezogen, wenn nicht fast schon verschlossen. Mehrheitlich schwarz/weiß-Aufnahmen mit Blick ins Soziale, ohne dabei eine klare Position zu beziehen. Auch diese Fotografien sind trotz des dokumentarischen Charakters alle gestellt und ...
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

17.12.2007 18:01:43

... krippal: Ein Spiel mit der heiligen Familie

Gefunden im MuseumsShop der Deutschen Guggenheim.

 
Endlich mal ein Krippenspiel nach meinem Geschmack. Da sich Religiösität ja ohnehin im Kopf abspielt, kann man auf den ganzen Schnickschnack getrost verzichten. "Du sollst dir kein Bild machen". Dass das ein Auftrag zur angewandten Typografie ist, hat jetzt endlich einer erkannt: Oliver Fabel.
Und alles ist so schön kompatibel: Der Hirte kann auf dem Ochsen reiten, Maria sich an König-1 lehen und Josef eine mit König-2 und -3 rauchen, während sich das Schaf um Jesus kümmert. Nur so richtig kuschelig will es nicht werden in der heiligen Nacht. Doch das klappt ja auch bei den meisten modernen Familien nicht.
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

16.12.2007 17:21:13

... ein Garten: Triumph der Liebe im DT (Deutsches Theater)

Die Verwirrten und Umtriebigen im Garten des Philosophen Hermokrates.

 
Gestern war Premiere von Triumph der Liebe im DT. Ein Lustspiel von Pierre Carlet de Marivaux aus dem 18. Jahrhundert nach klassisch griechischen Motiven.
Die Prinzessin Leonida kommt mit ihrer Zofe, beide unter falschem Namen und als Männer verkleidet, in den Park des Philosophen Hermokrates, weil dieser Frauenbesuch unter keinen Umständen dulden würde. Tatsächlich will die Prinzessin den dort lebenden Jüngling Agis für sich gewinnen, doch dieser wurde vom Philosophen und seiner Schwester weltfern und im Glauben daran, dass eben diese Prinzessin seine schlimmste Feindin sei, erzogen. Mit reichlich List und Tücke, gekauften Freunden und vorgetäuschten Gefühlen bringt die Prinzessin mal als Mann, mal als Frau, alle Anwesenden um ihren Verstand. Sie lassen sich schmeicheln, sich verführen und verbürgen sich immer wieder gegenseitig für den Fremden und hintergehen sich allseitig in der Hoffnung, endlich geliebt zu werden.

Es ist ein mächtiges Sprechstück. Sehr schnelle, wortgewaltige Dialoge in einem langen Einakter, der vom psychologischen Blick auf die Akteure getragen und durch gute Pointen lebendig gehalten wird. Barbara Frey inszeniert ...
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

16.12.2007 16:37:39

... vorweihnachtlich: Holy Shit Shopping im Café Moskau

Klassische Räuchermänchen treten hier als niedliche Roboter auf, die allerdings gegen die Übermacht von freundlich behinderten Monstern kaum andampfen können.

 
Früher nannte man es Weihnachtsbazar, heute heißt es Holy Shit Shopping stadtübergreifend in Stuttgart, Berlin und Hamburg. Im Berliner Café Moskau sind sie themengerecht alle versammelt: die fröhlichen Designer der disfunktionalen Dinge. Man appliziert, dekoriert und bastelt mit allem auf alles. Dabei scheint es eine große Sehnsucht nach allem Heimatlichen und Kindlichen zu geben, die man dann aber doch gerne mit etwas Ironie und Sarkasmus bricht, weil man ganz tief drinnen doch ahnt, dass man schon erwachsen ist. Derartig motiviert gibt es wahre Mengen von süßen Monstern. Wesen, die eigentlich mal schrecklich und fürchterlich werden wollten, durch irgendeine Behinderung, körperlicher oder seelischer Art, es dann aber doch nur bis in den Zustand der Niedlichkeit geschafft haben. Freundliche Unwesen oder unwesentliche Freunde? Ähnlichkeiten der Viecher mit ihren Schöpfern sind natürlich rein zufällig.
Aber es gibt auch wirklich schöne Sachen im Café Moskau. Zum Beispiel die Taschen einer Düsseldorfer Designerin (My floating World), den Gemüseschmuck (in Silber und Gold abgegossene Erbsen und Broccolistückchen) und bei dem designorientierten Buchstand wird man immer fündig. Wirklich schräg und lustig ist der Stand von Mama Products mit „festlich-erotische Toastbroten“ (garantiert langlebig) und Serviettenringen für Kaiserschnittgeborene aus gesägtem und bedrucktem Rinderknochen.
Das Ganze ist wie eine große Kita für Erwachsene, wobei man nur das Spielen durch Shoppen ersetzt hat. Das ist absolut zielgruppengerecht, denn am Samstag stand man vor dem Eingang in eine Schlange, wie man sie sonst nur bei ganz heißen Club Acts antrifft.
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

14.12.2007 11:58:32

... alltäglich: Archipel Kreuzberg

 
Drei Frauen leben in Kreuzberg. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen und sehen den Stadtteil, der ihre Heimat geworden ist mit sehr verschiedenen Augen. Andrea Ebert (Foto), Patricia Folwarczny (Performances) und Lupe Godoy (Malerei und Collagen). Die Kunst soll nicht akademisch distanziert betrachtet werden, sondern engagiert und kontrovers aufgenommen werden. Es schien mir so, als wäre dabei die Katalyse über die Künstlerpersönlichkeiten im direkten Gespräch recht hilfreich. Diese Möglichkeit stand mir allerdings nicht zur Verfügung.
Zu sehen bei Miope in der Muskauer Straße.
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

07.12.2007 10:25:05

... vielseitig: neuer Dreiklang im Bethanien

Sven Drühl, Falkenrot-Preisträger 2007

 
Im Künstlerhausbethanien werden meistens mehrere Ausstellungen zum gleichen Termin eröffnet. Gestern Abend waren es drei sehr verschiedene Künstler/innen, die ihre Arbeiten in den Studios und im Hauptraum präsentierten.
Sven Drühl wird als Träger des Falkenrot-Preis 2007 im größten Studio 1 gezeigt. Seine Kunst soll als Appropriation Art verstanden werden. Er bezieht sich mit seinen Bildern also direkt auf Bilder von anderen bekannten Künstlern der Kunstgeschichte (Caspar David Friedrichs, Claude Monet u.a.). Er remixt deren Bildideen und Kompostitionen zu sehr sauberen, kühlen und im wesentlichen auf Outlines reduzierten Bildern. Motivisch ist er immer auf der Spur der Romantik. Künstlich überstilisiertes Landschaftsidyll ins Designer-Zeitalter transferiert. Damit liegt er mitten im ästhetischen Megatrend ...
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

05.12.2007 11:39:00

... Lobbyistenterrain: TV-Nachrichten

Lobbyarbeit als Nachrichten verpackt.

 
Gestern Abend im Nachtmagazin: Die PIN AG "droht" mindestens 1000 Mitarbeiter zu entlassen, wenn sie den neuen Mindestlohn zahlen müssten. Kurz darauf: Immer mehr reiche Krebspatienten aus dem Westen fahren nach China, weil sie dort eine Gentherapie bekommen können, die im Westen nicht zugelassen ist.
Beide Nachrichten sind ganz klar mit einer Lobbyistenforderung verbunden.

Fall 1: Kein Mindestlohn, damit bei den Briefzustellern ein Lohn bezahlt werden kann, der von uns Steuerzahlen über das Mittel des ALG II-Aufstockens subventioniert wird. D.h. gefordert wird das weitere Umlegen der Lohnkosten auf die Allgemeinheit. Nicht der Arbeitgeber soll bezahlen, sondern der Steuerzahler – ganz unabhängig davon, ob er ...
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

Kategorie: 

Journalismus

 Politik

 

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Text ohne Takt
von Joachim A. Buroh

09.12.2007 22:03:41

... sichtbar

 
am Zusammenhang
gestanden

alles aus dem Kopf
gesagt

anscheinend
gelächelt

das Leidwesen gab sich
untröstlich
 
 

26.11.2007 19:21:10

... umtriebig

 
meine Opposition gewinnt die Wahl
meine Ausschreitungen
ich habe Sex im Wartehäuschen
meine Erwartungshaltung ist gering
den Rohstoffmarkt erobere ich
bin im Rennen um 450 Sitze
 
 

25.11.2007 14:17:49

... die Zweifel los

 
und entschieden aus
dem Beispiel treten

sachte aufwärts strömen
Kreise ziehen

ohne zu weinen
kleine Zweifel teilen
(und würfeln)