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15. März 2008 23:08:40

… revisionistisch: Re-Imaging Asia im Rahmen von Re-Asia im Haus der Kulturen der Welt

Histroy Of Rise And Fall von Manabu Ikeda

Ein Bild, das den Betrachter demütig werden lässt. „History of Rise and Fall“ von Manabu Ikeda

Gleich vorne weg: Die aktuelle Re-Imaging Asia Ausstellung im Haus der Kulturen ist einfach super! Was für ein Kontrast zur letzten transmediale-Ausstellung am selben Ort.

Eigentlich könnte man es dabei bewenden lassen und einfach alle hinschicken, die man kennt, doch die Ausstellung ist nicht nur sehens- sondern auch erwähnenswert. Im Foyer des Haus der Kulturen der Welt liegen unzählige Gebrauchsgegenstände aus 40 Jahren Alltagskulturgeschichte der Volksrepublik China. Zunächst denkt man, hier wurden ein paar Flohmärkte geplündert, doch es ist die ganz private Sammlung der Mutter von Künstler Song Dong. Die Mutter, von der Mangelwirtschaft geprägt, hat alles behalten, was jemals ihrs war. Jede Plastikflasche, jeder alte Wok-Kochtopf, jedes Styropor-Dämmmaterial erzählt einen Teil der Geschichte eines ganz bestimmten Lebens in China. Nach 40 Jahren angesammelter Erinnerung sieht es aus wie eine Leben im Überfluss, doch reich ist es wohl besonders an Erfahrung damit, wie man sich mit einem kommunistischen Staat arrangiert, der sich selbst mehr und mehr ohne ohne Aufgabe der maoistischen Machtstruktur mit dem Kapitalismus arrangiert hat. Song Dong machte aus diesen Erfahrungen gemeinsam mit seiner Mutter … … Weiterlesen

 
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7. März 2008 16:38:30

… Haupt-Stadt-D: meint Ingo R.

Brief und Bild von Ingo R.

Ich habe eine, inzwischen im Rentenalter angekommene Tante, mütterlicherseits, die streng nach den Regeln des DADA kommuniziert. Heute bekam ich einen Brief aus dem winzigen, mecklenburg-vorpommerischen Dorf Schlatkow, dem ich sofort ansehen konnte, dass er von ihr – Ingo R. – ist. Bei ihr ist alles erwähnenswert kann aber ebenso gut ungesagt bleiben. Zu den Briefmarken, die Elisabeth von Thüringen zeigen, steht zu lesen „Beleckte Kunstwerke – auch noch heilige“ und hinten drauf „INHALT: STRENG persönlich! jede zuwider-handlung wird geahndet!“. Gegen diesen Geheimhaltungsauftrag verstoße ich nun natürlich eklatant, aber ich beziehe die Anweisung eher auf die Dauer des Postweges. Äußerlich mit bunten Filzern beschriftet, ist der Brief innerlich mit einer Leinwand bestückt, auf der ein Portrait zu sehen ist, das sie von mir „Aus der Erinnerung!“ zeichnete. Auch darauf wieder einige DADA-Wortfetzen: „Kurzer Brief“, „Gute Koppel“, „Du > Teile Un-Möglich“ und „Die Hengge’s haben hohe Stirnen – die MAYER’s Durchhaltevermögen …“ Ingo R. kommt übrigens aus der Familie der Mayers und die Selbsteinschätzung haut in der Rückschau ihrer Biografie schon hin. Auch wenn alles etwas verwirrt klingt: „DADA = s.muss“.

Alles klar? Danke, Ingo!

 
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Alltägliches | Kunst

 

7. März 2008 00:12:57

… aufgestaut: Fragen zum Streik

Bushaltestele in Berlin

Schönes Foto des nächtlichen Berlins, Bushaltestelle in Friedrichshain Ecke Eldenaer Straße – Foto: Henning Onken

Man könnte sich ja Fragen, was das mit dem Streik und den verhärteten Fronten auf beiden Seiten (ver.di und Öffentliche Arbeitgeber) eigentlich soll, denn letztlich einigt man sich doch ohnehin irgendwo in der Mitte, aber das ist keine Frage, die mich wirklich umtreibt. Interessanter ist z.B., ob man jetzt, da man weiß, dass an einer BVG-Bushaltestelle ganz sicher kein Nachtbus kommt, einfach direkt vor dem Bushaltestellenschild parken darf. Ist also eine bestreikte Bushaltestelle, eine Haltestelle außer Betrieb und folglich verkehrsrechtlich irrelevant?

 
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6. März 2008 15:13:19

… voller urbaner Nomaden: Bogomir Eckers Prognose für das Jahr 2352

bogomirecker.jpg

Neben der großen und sehr gut besuchten Heinrich Zille-Ausstellung „Kinder der Straße“ finden zur Zeit auch wenige Besucher des Hauses den Weg hinter das Café zu einer kleinen Ausstellung von Bogomir Ecker (Link zur sehr schönen Homepage). Unter dem Namen „en face (5)“ ist hier eine künstlerisch aufgearbeitete Prognose für die Zukunft ins Jahr 2352 zu sehen. Mit ein paar wenigen Worten („Kakalaken“, „geheime Kontakte“, „urbane Nomaden“) legt er dem Betrachter einen düster ironischen Interpretationskontext nahe. Ecker arbeitet gerne mit menschlichen „Prothesen“, die unsere Sinne exkorporal erweitern. Das sind also Kameras, Mikrofone, allerlei Rekorder und sonstige Gerätschaften, die er als schnell verfallende Relikte unserer Zeit abgießt und oft in größere Installationen integriert. Besonders interessant ist der in der Ausstellung laufende Film, in dem Bogomir Ecker beim Arbeiten portraitiert und interviewt wird. Hier kann man gut nachvollziehen was ihn bewegt und ihn zu seiner Arbeit antreibt.

Noch bis 25.5.2008 in der Akademie der Künste am Pariser Platz.

 
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4. März 2008 21:05:29

… Gesellschaft im Matsch: Theseus in der Komischen Oper Berlin

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Theseus ist die zweite Barockoper von Georg Friedrich Händel im laufenden Programm der Komischen Oper Berlin. Wie bei Oreste folgt die Geschichte im Prinzip der griechischen Vorlage, wobei man bei diesem Werk wirklich manchmal das Gefühl hat, dass halt irgendeine intrigante Geschichte vertont wurde, damit es einen Grund gibt, in den höchsten Tönen zu singen. Da die typischen Da Capo Arien eigentlich nur ausgedehnte musikalische Zustandsbeschreibungen auf der immer wieder gleichen Textzeile sind, wird die Geschichte fast ausschließlich in den kurzen Übergängen zwischen den Arien vorangebracht. Genau in diesem Hin und Her von völligem Stillstand und ruckartigem Voranschreiten, liegt die Schwierigkeit beim Inszenieren einer solchen Oper. Bei Oreste gelang das hervorragend, indem das Schauspiel ganz kontinuierlich fast unabhängig vom Rhythmus der Arien und Rezitative entwickelt wurde, die Aufführung von Theseus räumt den Arien hingegen ruhende Plateaus ein, was musikalisch sicher ein Gewinn, in der Spannungskurve des Schauspiels dagegen eine Belastung ist, denn dieses Werk ist groß und lange dreieinhalb Stunden lang. Es wird getragen von den ausnahmslos hervorragenden Sänger-/innen, wobei sicher Stella Doufexis als Medea der stimmliche Star der Aufführung ist.

Das verdrehte Libretto sei als Einstieg möglichst kurz skizziert: Theseus der ziemlich abgerockte Titelheld kämpft in der Ferne während zuhause … … Weiterlesen

 
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4. März 2008 12:03:57

… inspirierend: Die Basis des Kochens

 Buchtitel von die Basis Homerus Verlag Kochbuch

Es gibt solche und solche Kochbücher. Welche die mit erdig rustikalen Fotos daherkommen, auf denen alles nach warmem Sommerabend in der Toscana aussieht und meist im Olivenöl schwimmt und welche, bei denen die Fotos in abstrakter Schönheit bis Kühnheit erscheinnen, die Rezepte aber meist so kompliziert sind, bzw. die Zutaten absolut unauftreiblich, dass man über den Anschauungsunterricht nie hinauskommt. Natürlich gibt es auch noch allerlei andere Kochbücher: Die ohne Bilder, die mit Fehlern in den Rezepten, die von Mama, die von Jamie Oliver, bei denen man immer das Gefühl hat, dass man erst selber Kinder zeugen muss, und die für die leichte Küche, doch die alle sollten so wie so niemanden interessieren. Denn vor ein paar Tagen habe ich noch zwei ganz andere gefunden. Zwei kleine, in schwarzes Leinen gebundene Bücher mit glänzendem Goldschnitt und goldener Prägeaufschrift. Das eine „Die Basis“, das andere „Das Produkt“. Völlig klar, warum diese beiden Bücher so aussehen: Sie wollen die Bibeln unter den Kochbüchern sein – quasi Altes und Neues Testatment … … Weiterlesen

 
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4. März 2008 11:16:37

… skizzenhaft: 5 Minutes later im KW

5 Minutes Later

Ein Bett von Hans-Peter Feldmann mit dem Titel „…5 minutes later“ (Mixed Media)

Ja es gibt Ausstellungen, die muss man nicht gesehen haben. Eine von der Sorte ist „5 Minutes later“ im KW (Institute for Contemporary Art) in der Auguststraße. Nach der wirklich sehr guten Ausstellung zum Thema Reenactment macht das Haus wohl gerade eine kreative Pause – leider länger als fünf Minuten. Bis auf ein paar Ausnahmen sind alle Arbeiten in der sehr dünnen Ausstellung, Ideenwerke, bei denen es absolut ausreichend ist, wenn man davon erzählt bekommt oder kurz etwas darüber liest. Hingehen zum Gucken kann man sich sparen. Da steht z.B. ein IKEA-Bett mit IKEA-Bettwäsche, das fünf Minuten lang unheimlich künstlerisch belegt wurde und das zerknitterte Ergebnis ist nun namensgebender Teil der Ausstellung. Auf diesem Niveau ist fast alles in den schönen weißen Räumen. Nette Ideen – unnötige Umsetzungen.

Noch bis 09. März 2008

 
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22. Februar 2008 11:38:25

… introspektiv: Das Treiben der Volksvertreter

Roman: Nicht die ganze Wahrheit von Dirk Kurbjuweit

SPIEGEL-Redakteur Dirk Kurbjuweit lässt in seinem neuen Roman Nicht die ganze Wahrheit einen Detektiv los, Arthur Koenen, „spezialisiert auf Ehebruch und den Zoo am Bahnhof Zoo“. Wir dürfen also einen Kriminalroman vermuten, sind auch nicht weiter verblüfft – im Krimi geht heutzutage viel –, als Koenen uns erst einmal unschöne Wahrheiten unterjubelt wie „Die Zivilisierung des Menschen ist nicht abgeschlossen, solange es den Trieb gibt. Der Trieb macht uns irgendwann zu Barbaren, mehr oder weniger“. Dann kommt aber doch alles ganz anders. Wir werden sozusagen aus dem Tiergarten des gemeinen Verbrechens – das einzige verübt auch noch der Detektiv – auf die Wiese vor den Reichstag mit Blick auf das Treiben der Volksvertreter geführt, wo Arthur Koenen all unser schabloniertes Denken über Detektive über den Haufen wirft und im Gegenzug unsere Vorurteile über Politiker (männlich) und die dahingeschiedene Rot-Grüne-Koalition um ihre Häuptlinge Schröder und Fischer bestätigt.

Koenen übernimmt nämlich den Auftrag, den sozialdemokratischen Fraktionsvorsitzenden Leo Schilf auf eine mögliche Affäre hin zu beobachten. Die hat Schilf tatsächlich und zwar mit der jungen rebellischen Abgeordneten Anna Tauert; die Affäre ist schön, sie ist intensiv, sie könnte zur echten Liebe werden, aber da sind Tradition, Karrieredenken und Parteiräson vor, und Anna muss sich eins ums andere mal fragen, warum sie im Leben Leo Schilfs nicht vorkommen soll und darf. Wir wissen all das, weil unser Detektiv sich die E-Mail-Korrespondenz der beiden erschlichen hat, obwohl er sich „in fremden Wohnungen nicht mag“. Nun rafft er sich zu einer unerhörten Tat auf, wie wir sie … … Weiterlesen

 
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11. Februar 2008 00:02:34

… konspirativ: Die transmediale-Ausstellung verstrickt sich im Konzeptionellen

Standard Time von Datenstrudel

Die selbstgebaute Zeit von Datenstrudel.

Medienkunst lebt fast immer von der dahinter stehenden Idee. Schade, wenn man nichts davon mitbekommt. Glücklicherweise erschlich ich mir (unwissentlich!) die Dienstleistung einer Führung durch die transmediale-Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt, denn nach einem ersten eigenen Rundgang blieben doch die allermeisten Arbeiten für mich im Unklaren. Nun könnte dies bei dem Grundthema „conspire“ ja sogar gewollt sein, doch stellt sich die Frage nach dem Sinn einer Ausstellung, wenn die meisten Besucher (den Anderen ging es genauso – ich fragte einige) aus der Konspiration des Verstehens ausgeschlossen werden. Die Tür zur wissenden Gruppe kann in dieser Ausstellung nur durch die Vermittlung eines „Mediaguides“ geöffnet werden, wenngleich auch dieser meist nicht wirklich zur umfassenden Auskunft befähigt ist, da auch dem Team kaum Informationen aus den Händen der Künstler zur Verfügung steht. Überhaupt scheint es einige organisatorische Probleme bei der Zusammenstellung gegeben zu haben. Bei einer Arbeit fehlte während der ersten Tage die notwendige Datenbankverbindung, bei einer anderen … … Weiterlesen

 
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