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Archiv der Kategorie ‘Alltägliches‘

25. Mai 2008 18:05:36

… voll mit netten Ideen: DMY, das Nachwuchs-Design-Festival

Leuchten aus PET-Flaschen
Leuchten aus PET-Flaschen

Es gibt einen ganz klaren und erfreulichen Trend im Design auf dem DMY-Festival: der Fokus liegt auf Ideen, Umnutzungskonzepte und Spaßhaben und geht weg von der puren Form, dem ausgefeilten Produkt, dem Luxus. Ein Rundgang über die Messe in der Arena (Treptow) macht richtig Freude und ist ungemein inspirierend. Noch schnell hingehen. Nur noch heute!

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18. Mai 2008 18:33:35

… im Mai: Fraktal-Design auf der Spree

Blütenstaub im Kupfergraben

Bei den Frühlingstemperaturen kann man ja sehr gut zu Fuß von nächtlichen Unternehmungen aller Art nach Hause gehen. Bei so einem Spaziergang kam ich an der Spree nahe der oberen Schleuse an der Museumsinsel längs, wo sich ganz eigentümliche Strukturen auf der Wasseroberfläche gebildet hatten. Auf dem nachts fast ganz ruhigen Wasser bildeten sich Formen aus Blütenstaub und abgefallenen Blütenblättern (Vermutung), die machmal an Schriftzeichen oder kleine Figuren erinnerten. Ein fraktal poetischer Moment, der sich leider mit meiner kleinen Digitalkamera ganz schlecht einfangen ließ (siehe oben). Aber vermutlich … … Weiterlesen

 

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Alltägliches

 

2. Mai 2008 18:33:50

… verwirrend und vorbei: 1 Mai 2008, Tag der was eigentlich?

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Das Geschehen in Kreuzberg rund um den 1. Mai ist schon recht verwirrend. Zunächst wurde man von einem dumpfen Grollen aus dem Bett geworfen und der erste verschlafene Interpretationsversuch des Lärms ging wohl bei den meisten dahingehend, dass ein paar aufgeweckte, mit Trommeln versehene Demonstranten einen Überraschungs-Coup gelandet haben könnten – doch weit gefehlt: Die Verdianer zeigten den Berlinern schon früh am Morgen, was für aufgedonnerte Motorräder sie sich leisten können; eine schicke chromblitzende Maschine nach der anderen. In den Vorjahren zeigten sie einem ja gerne, was für neue Mittelklassewagen sie gerade gekauft hatten. Verdi wollte bestimmt die gewerkschaftsinternen Mitbestimmungsrechte der Motorradfahrer mal gebührend würdigen. Diejenigen, die den Donnerzug betrachten und hören konnten, durften beim Anblick der motorisierten Schlachtrösser darüber nachdenken, warum die Preise für öffentliche Dienstleistungen (genannt Gebühren) … … Weiterlesen

 

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18. April 2008 09:50:59

… Kampagnen-Startplatz: Biosprit macht Hunger

Biosprit macht Hunger
Kampagnenstart vor der Haustür

Überall sind die 68er das große Thema: Die Akademie der Künste macht eine ausgedehnte Reihe zu der Zeit, in der so viele ihrer Mitglieder sozialisiert wurden, das arte-TV-Programm quillt über mit Berichten von jedem, der damals eine Kamera halten konnte und die überigen Sender treten die sogenannte damalige „sexuelle Revolution“ platt. Sex sells. Eine zentrale Frage von allen Strömungen und Bewegungen damals: Lässt sich das Politische mit dem Privaten verbinden? Eine Frage, an der seit den Sechzigern immernoch herumlaboriert wird. Wenn jetzt so oft die Frage nach den Folgen und der Relevanz der 68er gefragt wird, dann sehe ich ihre Einflüsse besonders in der Selbstverständlichkeit der Forderung nach Selbstbestimmung und der Haltung des zivilen Ungehorsams gegenüber gesellschaftlichen Zuständen, die der Einzelne nicht hinnehmen möchte. Beides spielt sich in unserer inzwischen sehr individualisierten Gesellschaft vor allem im Privaten ab, doch gerade die vielen, zum Teil sehr spezialisierten, Bürger- und Menschenrechtsbewegungen verbinden das Politische und Private ganz bewusst öffentlich. Eine Bewegung, die sich sogar aus einem hedonistischen Impuls heraus unterstützen lässt, ist die Fair Trade Bewegung. Hier fließt Shopping-Lust und reines Gewissen … … Weiterlesen

 

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Alltägliches

 

30. März 2008 23:20:04

… spontane electro Entladung: im Görlitzer Park

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Was braucht man? Eine Autobatterie, ein paar Laptops, ein Keyboard, eine alte Anlage und ein paar Leute, die keine Lust haben, am ersten einigermaßen warmen Tag des Jahres drinnen zu hocken. Von all dem gibt es genug in Kreuzberg. Es ist also der richtige Ort für spontane Parkkonzere. Die Kuhle im Görli ist darum immer wieder für eine Überraschung gut.

Nachdenklich stimmte mich allerdings das Kind, dass ich kurz beim Tanzen aufgenommen habe. Zunächst zuckte der Kleine ziemlich eindeutig nach dem Vorbild von irgendwelchen durchsexualisierten R’n’B-Mackern (was mich dazu verleitete das Ganze überhaupt zu filmen) und als er merkte, dass er aufgenommen wird, spulte er eine total dressierte Show ab. Ich spekuliere mal: Die positiv besetzte Erlebniswelt dieses Kindes besteht vermutlich mehrheitlich aus persönlichkeitsfeindlichen Talent-Shows und den Videobildern auf den einschlägigen Kanälen. Da ist der Sound, der Look und die Attitüde von ein paar schräge Electro-Schnullis (Skinnerbox) im Park doch ein durch und durch positiver Kulturschock.

(Keine Ahnung, warum die Qualität des Videos so schlecht ist. Rechnet YouTube die Uploads inzwischen noch miserabler um?)

 

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20. März 2008 16:35:52

… sag mal schnell

guter Dings
sein

dement-
sprechend

aller Dings
sein

das kann ich nur
unterstreichen

 

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15. März 2008 23:52:48

… recording Asia: Gedanken zur Bilderzeugung und -aufnahme

Die Rotators von Ujino Muneteru

Bei der Eröffnungsveranstaltung zur Re-Imaging Asia Ausstellung im HKW machte Ujino Muneteru eine fröhliche Performance (Ujino and the Rotators). Er erzeugte mit speziell präparierten Turntables und Platten, auf die kleine Zylinder (Abschnitte von Bleistiften) montiert waren, herrlich analog anmutende Beats, die er genüsslich mit Obst-Shakes und viel Ironie verrührte. Sehr humorvoll, stellenweise sogar tanzbar und genau im Zenrum der romantischen Strömung zur Re-Analogisierung elektronischer Musik. Besonders lustig war die Kunstrezeption. Diese fand nämlich stark digitalisiert statt. Ich weiß nicht wie viele Video-, Handy- und Foto-Kameras auf den Performer und seine pitoresken Gerätschaften gerichtet waren, es waren jedenfalls viele. Vielleicht ist auch das mit Re-Asia gemeint, wenn nun auch in Europa ein Event besonders durch seine medialisierte Verwendbarkeit gewinnt. Man hat den Eindruck, dass sich der Eindruck eines solchen Ereignisses stärker in den Furchen von Festplatten als von Gehirnen einbrennt. Und wie im Falle meines Recordings, … … Weiterlesen

 

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7. März 2008 16:38:30

… Haupt-Stadt-D: meint Ingo R.

Brief und Bild von Ingo R.

Ich habe eine, inzwischen im Rentenalter angekommene Tante, mütterlicherseits, die streng nach den Regeln des DADA kommuniziert. Heute bekam ich einen Brief aus dem winzigen, mecklenburg-vorpommerischen Dorf Schlatkow, dem ich sofort ansehen konnte, dass er von ihr – Ingo R. – ist. Bei ihr ist alles erwähnenswert kann aber ebenso gut ungesagt bleiben. Zu den Briefmarken, die Elisabeth von Thüringen zeigen, steht zu lesen „Beleckte Kunstwerke – auch noch heilige“ und hinten drauf „INHALT: STRENG persönlich! jede zuwider-handlung wird geahndet!“. Gegen diesen Geheimhaltungsauftrag verstoße ich nun natürlich eklatant, aber ich beziehe die Anweisung eher auf die Dauer des Postweges. Äußerlich mit bunten Filzern beschriftet, ist der Brief innerlich mit einer Leinwand bestückt, auf der ein Portrait zu sehen ist, das sie von mir „Aus der Erinnerung!“ zeichnete. Auch darauf wieder einige DADA-Wortfetzen: „Kurzer Brief“, „Gute Koppel“, „Du > Teile Un-Möglich“ und „Die Hengge’s haben hohe Stirnen – die MAYER’s Durchhaltevermögen …“ Ingo R. kommt übrigens aus der Familie der Mayers und die Selbsteinschätzung haut in der Rückschau ihrer Biografie schon hin. Auch wenn alles etwas verwirrt klingt: „DADA = s.muss“.

Alles klar? Danke, Ingo!

 

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Alltägliches | Kunst

 

4. März 2008 12:03:57

… inspirierend: Die Basis des Kochens

 Buchtitel von die Basis Homerus Verlag Kochbuch

Es gibt solche und solche Kochbücher. Welche die mit erdig rustikalen Fotos daherkommen, auf denen alles nach warmem Sommerabend in der Toscana aussieht und meist im Olivenöl schwimmt und welche, bei denen die Fotos in abstrakter Schönheit bis Kühnheit erscheinnen, die Rezepte aber meist so kompliziert sind, bzw. die Zutaten absolut unauftreiblich, dass man über den Anschauungsunterricht nie hinauskommt. Natürlich gibt es auch noch allerlei andere Kochbücher: Die ohne Bilder, die mit Fehlern in den Rezepten, die von Mama, die von Jamie Oliver, bei denen man immer das Gefühl hat, dass man erst selber Kinder zeugen muss, und die für die leichte Küche, doch die alle sollten so wie so niemanden interessieren. Denn vor ein paar Tagen habe ich noch zwei ganz andere gefunden. Zwei kleine, in schwarzes Leinen gebundene Bücher mit glänzendem Goldschnitt und goldener Prägeaufschrift. Das eine „Die Basis“, das andere „Das Produkt“. Völlig klar, warum diese beiden Bücher so aussehen: Sie wollen die Bibeln unter den Kochbüchern sein – quasi Altes und Neues Testatment … … Weiterlesen

 

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9. Januar 2008 14:38:47

… begeistert von Krieg und Frieden: Schönster Veriss des jungen Jahres

Krieg und Frieden in der Euro-TV-Fassung.

Der ZDF-Vierteiler „Krieg und Frieden“ nach Leo Tolstoi von Regisseur Robert Dornhelm ist zwar der bisher teuerste europäische Film (ZDF-Promovideo aus den heute Nachrichten bei YouTube), doch Land auf Land ab sind sich die Kritiker einige: Das taugt gar nix! (Bsp: Spiegel Online)
Ich kann dazu nichts weiter sagen, weil ich die bisherigen Teile nicht gesehen habe, aber den bisher schönsten und leidenschaftlichsten Verriss, der seinerseits fast ein Kunstwerk ist, hörte ich in Deutschlandradio Kultur von Peter Claus. Was er auf die Frage „wie hat Ihnen der Film gefallen?“ sagte, gibt es hier zum Nachhören.

 

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Alltägliches | Fernsehen

 

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